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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 18:24 Uhr

Vogelpest: Bis zum Fest Stubenarrest

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

H5N8 Stallpflicht für Geflügel und Auslaufverbot für Hunde bis Weihnachten

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 12:05 Uhr

Es war nur eine kleine Möwe. Doch ihr Tod hatte große Auswirkungen. Das am Strand bei Kollmar gefundene Tier war an der sogenannten Vogelgrippe gestorben. Seitdem gilt in Teilen des Kreises Pinneberg unter anderem eine Anleinpflicht für Hunde. Und es gibt wenig Hoffnung, dass diese Regelung noch vor dem Fest wieder gekippt wird, wie Kreissprecher Oliver Carstens gestern deutlich machte.

Gefunden worden war die Möwe am Strand von Kollmar. Am 25. November war festgestellt worden, dass sie mit dem gefährlichen Erreger H5N8 infiziert war. Und seitdem war nichts mehr wie vorher. Besonders starke Einschränkungen, vor allem für Geflügelhalter, gibt es seitdem in einem Radius von drei Kilometern um die Fundstelle. Das betrifft den Kreis Steinburg und Teile von Seestermühe. Hier wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Das Gebiet in einem Radius von zehn Kilometern um die Fundstelle ist seit dem 25. November Beobachtungsgebiet. Betroffen sind im Kreis PinnebergElmshorn, Groß Nordende, Haselau, Heidgraben, Klein Nordende, Moorrege, Neuendeich, Raa-Besenbek, Seester, Seestermühe, Uetersen. Die Aufstallungspflicht für Geflügel gilt für den gesamten Kreis.

Doch nun sollen diese Vorschriften Schritt für Schritt wegfallen. Denn bislang ist kein weiterer infizierter Vogel in dem betroffenen Gebiet gefunden worden. Zum morgen beginnenden Wochenende soll laut Carstens in Abstimmung mit dem Nachbarkreis Steinburg zunächst der Sperrbezirk aufgehoben werden und zum Beobachtungsgebiet erklärt werden. Im gesamten Beobachtungsgebiet soll außerdem das Verbringungsverbot – also der bisher verbotene Transport – für Geflügel aufgehoben werden. Das Freilaufverbot für Hunde und Katzen bleibt allerdings zunächst weiter bestehen. Carstens: „Das wird höchstwahrscheinlich erst in der Woche nach Weihnachten aufgehoben.“ Es gibt aber eine Voraussetzung für all diese Lockerungen: Es darf in dem Gebiet kein weiterer amtlich festgestellter Befund des H5N8-Virus auftauchen. Im Land gab es jedoch weitere Fälle, auch fünf Seeadler starben dort bereits am Virus.

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