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Visa erneut abgelehnt - Musical-Projekt geplatzt

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erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Elmshorn | Das ist bitter für die ehrgeizigen Bemühungen von Ökumenepastor Thorsten Pachnicke und Kirchenkreisjugendwart Sven Vierenklee. Die Deutsche Botschaft in Nairobi hat dem Besuch einer Jugendgruppe aus Kenia abermals eine Absage erteilt. Damit ist das Aus für das gemeinsame Musical-Projekt "Jenga Reverse" besiegelt, erklärt der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf.

"Keine Rückreiseabsicht erkennbar" ist auf dem Ablehnungsbescheid der Behörde angekreuzt. "Es ist traurig, aber wir haben uns entschieden, an dieser Stelle ein Ende zu finden", sagt Pastor Thorsten Pachnicke. Nach einigen Überlegungen entschied sich die Gruppe gegen einen möglichen Widerspruch mit ungewissen Erfolgsaussichten.

Mit dem Musical Jenga Challenge wollten Jugendliche aus beiden Ländern kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten erarbeiten und darstellen. Das Konzept hatte Ökumenepastor Pachnicke zusammen mit Kirchenkreisjugendwart Sven Vierenklee ausgearbeitet.

Für den Aufenthalt hier in Norddeutschland war bereits alles vorbereitet. Die Gäste hatten ihre Visa schon vor Monaten beantragt. Auf deutscher Seite lagen Verpflichtungserklärungen für die Ausländerbehörde vor, mit denen der Kirchenkreis garantierte, für die Jugendlichen aufzukommen. Die stellvertretende Pröpstin des Kirchenkreises, Christiane Zimmermann, hatte sich an in einem Schreiben an die Deutsche Botschaft in Nairobi gewandt und die Bedeutung des Austauschs für die Partnerschaftsarbeit deutlich gemacht.

Jetzt wollte die Gruppe aus Kenia endlich kommen. Doch die Behörden machten der Reise einen Strich durch die rechnung - wie im vergangenen Jahr. Bereits im Juni 2012 drohte das erste internationale Musicalprojekt des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf an der Visa-Absage zu scheitern. "Keine Rückreiseabsicht", urteilte damals die Deutsche Botschaft. Widersprüche und die Hilfe von Vertretern aus Kirche und Politik blieben am Ende erfolglos. Die deutschen Jugendlichen und ihre Eltern entschieden daher kurzerhand, das Projekt in Kenia stattfinden zu lassen. 16 junge Teilnehmer flogen nach Nairobi, studierten ihr Stück dort ein und führten es mehrmals auf.

Das Projekt endet nun mit einem Abschlusstreffen der Jugendlichen aus Elmshorn und Steinburg ohne ihre Gegenbesucher, mit denen sie nun weiter über soziale Netzwerke kommunizieren. Für Thorsten Pachnicke ist die erneute Absage eine große Enttäuschung,

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