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Elmshorner Nachrichten

18. Dezember 2017 | 04:39 Uhr

Vielfältige Pläne für "Klostersande"

vom

Ob Theaterschiff, Konzertbühne oder Restaurant: Der Fördervein hat viele Ideen für die Nutzung des Schiffes / Bürger sind gefragt

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Elmshorn | Ein echtes Stück Elmshorner Geschichte gibt es für gerade einmal 80 000 Euro: So viel kostet die "Klostersande", die derzeit am Elmshorner Nordufer vertäut ist. Für den Erhalt des ehemaligen Kölln-Frachters will sich nun ein Förderverein einsetzen, der im Juli gegründet wurde. Und dessen Mitglieder bringen ehrgeizige Pläne mit. Geht es nach ihnen, könnte das Schiff zu einem Veranstaltungsort werden. Restaurant, Café, Theaterbühne oder Jazzkonzerte - im Prinzip ist vieles möglich.

"Wir wollen die ,Klostersande im Hafen halten. Ziel ist es, das Schiff zu kaufen. Aber das hängt vom Spendenaufkommen und der Zahl der Fördermitgliedschaften ab", erklärt Frank Lexau, der Erste Vorsitzende des Vereins. Sollte nicht genügend Geld zusammenkommen, sei zunächst auch eine Kooperation mit dem Eigner des Schiffes denkbar.

Doch der Verein will das Schiff nicht nur in Elmshorn halten. Ziel sei es auch, das Schiff langfristig zu erhalten. Im Prinzip sei das Schiff in einem sehr guten Zustand, berichten die Vereinsmitglieder. Eine Einschätzung, die auch der einstige Kapitän Günther Holtz teilt. "Es wurde alles vor wenigen Jahren entrostet, es muss nur abgeschliffen und neue Lackfarbe aufgebracht werden." Danach sei vieles denkbar: "Wir könnten uns vorstellen, ein Restaurant auf dem Schiff einzurichten. Oder eine Event-Location", sagt Frank Lexau. Denn dafür würde sich der riesige Laderaum hervorragend eignen. Mit einer Breite von 6,60 Metern und einer Länge von fast 40 Metern bietet er weit mehr als 250 Quadratmeter Fläche. Weitaus mehr, als auf vielen anderen Schiffen, die für kulturelle Zwecke genutzt werden. Die Visionen sind vielfältig: Wo einst Getreide geladen war, könnte künftig Theater gespielt werden, Jazz-Bands auftreten oder Ausstellungen gezeigt werden. Platz gäbe es genug.

"Es geht allerdings auch darum: Was wollen die Elmshorner?", betont Lexau. Die Wünsche der Krückaustädter würden bei den Planungen eine große Rolle spielen. Nicht zuletzt haben die im Mai bewiesen, wie sehr ihnen das Schiff am Herzen liegt: Hunderte Schaulustige begrüßten das Schiff und seine Mannschaft, als es nach zwölfjähriger Abwesenheit in den Hafen zurückkehrte. Als das Schiff anlässlich der Schipperparade der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, zählten die Vereinsmitglieder weit mehr als 850 Besucher - und das an nur einem Wochenende.

"Das ist der Anfang, das Hafengebiet attraktiv zu machen", sagt Fördervereinsmitglied Peter Bohn. "Mit dem Kauf des Schiffes werden wir den ersten Pflock einschlagen. Das wird hier noch richtig gut aussehen." Diesen Wunsch zur Realität zu machen, liegt allerdings an den Elmshornern, betont der Verein: Nur mit Spenden lässt sich das Vorhaben realisieren.

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