Viele neue Gesichter in Ellerbek

Bis zum Saisonstart blickt TSV-Coach Ingwertsen noch auf eine Menge Arbeit.
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Bis zum Saisonstart blickt TSV-Coach Ingwertsen noch auf eine Menge Arbeit.

Handball: Die TSV-Frauen sind personell auf vielen Positionen neu aufgestellt / Das stellt Trainer Ingwertsen vor einige Herausforderungen

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25. Juli 2018, 14:25 Uhr

Abwehrarbeit war in den vergangenen Jahren nie eine Stärke der Handballerinnen des TSV Ellerbek.

Zwar sorgte Trainer Ingwert Ingwertsen in seiner ersten Serie als alleinverantwortlicher Coach für mehr Stabilität in der 6:0-Deckung. Das haben die sechs Spiele gezeigt, in denen maximal 20 Tore hingenommen werden mussten. Andererseits kassierte sein Team aber in 13 Duellen 25 und mehr Treffer. Im Durchschnitt waren es 27. (Tabellenplatz neun in der Abwehrwertung).

Bislang wurde diese Schwäche oft durch starke Angriffsleistungen wettgemacht. Doch angesichts der Abgänge von Melina Dahms, Maria Ruge und Alina Wandschneider, die 2017/18 mehr als 250 Tore erzielten, ist der Trainer nun im Zugzwang. Bis zum Beginn der Punktspiele in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein hat Ingwertsen noch fünf Wochen Zeit. Wir sprachen mit ihm über die neue Saison.

Herr Ingwertsen, sind Sie von den Wechseln überrascht worden?
Ingwert Ingwertsen: Nur bei Alina, die sich noch kurzfristig für die 3. Liga und für Owschlag/Kropp/Tetenhusen entschied. Bei Melina und Maria wussten wir dagegen frühzeitig Bescheid.
Haben Sie den Kader denn adäquat ergänzen können? Zumal Ihnen mit Nele Radzuweit und Anna-Lena Seemann-Fejry auch wichtige Abwehrkräfte zumindest zeitweise fehlen werden.
Eine Melina Dahms ist natürlich nicht zu ersetzen, auch die Qualität von Alina Wandschneider und Maria Ruge nicht. Andererseits hoffen wir auf das Comeback von Rebecca Holst. Sie wird uns wie Nele nach deren Auslandsaufenthalt in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen. Anna will nur während ihrer Prüfungen für das Lehramt kürzertreten.

Von den Neuen bei uns im Team traue ich Alana Elsner zu, dass sie Sabrina Wrage im Angriff als Spielmacherin entlasten kann. Sie ist flink und hat sich in der A-Jugend toll entwickelt. Charlotte Riesner, die bei Alstertal-Langenhorn eher wenig Spielanteile bekam, wird uns mit ihrer Größe auch in der Abwehr helfen. Vorn plane ich sie im linken Rückraum ein.

Durch Aderlasses im Rückraum fallen die weiteren Änderungen eher wenig ins Gewicht – allerdings wird Pia Belza nur noch bei Bedarf im Tor stehen.
Pia geht zurück in die 3. Liga zu Henstedt-Ulzburg, bekommt aber ein Doppelspielrecht und kann uns im Notfall aushelfen. Mit Nina Kühne haben wir aber den Abgang von Laura Ristau nach Esingen gut kompensiert. Ebenso sieht es auf den beiden Außenpositionen aus, wo Katja Brandt und Lisa Schilk Jaqueline Galow und Katharina Thies ersetzen werden.

Ist Ihnen aufgrund dieser Veränderungen im Team nicht etwas flau im Magen?
Unbefriedigend ist die Hallensituation. Wegen der Grundreinigung der Harbig-Halle können wir im August zehn Tage nicht optimal trainieren. Aber die Mannschaft ist seit Anfang des Monats im Lauftraining und wir sind auch die Abläufe in Abwehr und Angriff schon durchgegangen. Dass unsere Saisonerwartung nicht über einen Platz im Mittelfeld hinausgehen kann, ist aber allen klar.

Wem trauen Sie den Meistertitel zu?
Ich glaube an den AMTV, Todesfelde/Leezen und den Aufsteiger MTV Heide, der in der Serie nur einen Punkt abgab.

Welche Wettkämpfe sind in der Vorbereitung geplant?
Wir sind am 11. und 12. August beim Turnier in Lauenburg, spielen am 19. ein Turnier beim TuS Esingen und sind am 26. Juli wieder Gastgeber beim Fohsack-Cup.

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