VfB Stuttgart spielt wieder nur 1:1 und hat doch gute Chancen

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01. Oktober 2009, 11:33 Uhr

Bukarest | Schlecht gespielt, Achtelfinal-Chance trotzdem bewahrt: Der VfB Stuttgart ist in der Champions League in einer paradoxen Situation. Das 1:1 (1:0) beim rumänischen Meister Unirea Urziceni deckte einige gravierende Schwächen auf, reichte dem Fuball-Bundesligisten aber auch, um sich auf den zweiten Platz der Gruppe G zu verbessern. "Das ist unser groer Pluspunkt: Wir haben das Weiterkommen selbst in der Hand", sagte Teamchef Markus Babbel.    

Es dauerte bis nach Mitternacht, bis die Stuttgarter das Steaua-Stadion von Bukarest verlassen hatten. Babbel und Sportchef Horst Heldt brauchten lange, um ihre Gedanken zu ordnen. Die Tabelle machte Mut, die Leistung aber Sorgen, und so differenziert fiel auch das Fazit der beiden aus. "Wir wollen mehr und erwarten mehr von der Mannschaft. Aber wir sind noch gut im Rennen", sagte Heldt.    

Wer nur das Spiel selbst betrachtete, erkannte beim VfB eine für internationale Verhältnisse viel zu lange Mängelliste. Darauf stand vor allem die Passivität der Schwaben nach dem frühen 1:0 durch Serdar Tasci (5. Minute). Dazu gehörten aber auch eine Reihe einfacher, individueller Fehler, die unter anderem den Ausgleich von Serban Varga (48.) begünstigten. "So etwas darf uns auf diesem Niveau nicht passieren", kritisierte Babbel. "Das wird sofort bestraft."

Der VfB zeigte die gleichen Schwächen wie beim Auftakt gegen Glasgow (1:1). Auch da hatte er den Gegner nach einer frühen Führung wieder aufgebaut. "Wir sind eben noch in einem Lernprozess", sagte Babbel.    Der Blick auf die Tabelle verrät allerdings, dass man in dieser Gruppe auch ohne internationale Reife weiterkommen kann. Der FC Sevilla zieht mit sechs Punkten vorneweg, dahinter streiten sich mit Stuttgart, Urziceni und Glasgow drei Mannschaften mit einigen Problemen um Platz zwei.

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