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Elmshorner Nachrichten

19. Oktober 2017 | 00:18 Uhr

Verstärkung bei der Hilfe für Tiere in Not

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jugendliche machen Freiwilliges Ökologisches Jahr / Hausmeisterstelle besetzt

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2015 | 10:16 Uhr

Mal sind es verletzte Störche oder Greifvögel, mal verunglückte Rehe oder Hasen, mal ausgebüxte Kängurus. Diesmal war es ein Rothabicht, der gegen eine Scheibe geflogen war. Um alle diese Tiere kümmern sich die Mitarbeiter der Wildtierstation in Klein Offenseth- Sparrieshoop. Der Rothabicht kam mit dem Schrecken davon. „Etwas Ruhe und Futter“, verordnete Christian Erdmann, der die Wildtierstation gemeinsam mit seiner Frau Katharina aufgebaut hat und betreibt. Doch längst nicht immer geht es so glimpflich aus.

Allein im vergangenen Jahr wurden rund 1500 verwaiste und verletzte Tiere in der Station in Pflege genommen. Immerhin gibt es jetzt neue personelle Verstärkung. Die Abiturientinnen Lisa Guerreiro dos Santos Ribeiro und Marie Töllner haben ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Wildtierstation begonnen.

Seit 2012, als die Wildtierstation am Elmshorner Stadtrand ihre Pforten öffnete, ist der Betrieb anerkannte FÖJ-Stelle (Freiwilliges Ökologisches Jahr). Auch dieses Jahr konnten Christian und Katharina Erdmann wieder aus mehr als 50 Bewerbern auswählen. „Das ist alles andere als eine einfache Entscheidung, denn die Auswahl an engagierten jungen Menschen, die bereit sind, ein Jahr lang Vollzeit für ein kleines Taschengeld zu arbeiten, ist enorm,“ weiß Katharina Erdmann zu berichten. Den Anfang machte 2012 Stephanie Lange, die im Anschluss ihre Ausbildung zur Zootierpflegerin in der Wildtierstation begann, ebenso wie Darja Mahler. „Wir sind sehr glücklich, die beiden weiterhin an unserer Seite zu wissen,“ schwärmen die Erdmanns von ihren Lehrlingen.

Lisa und Marie steht nun ein abwechslungsreiches Jahr bevor, denn die Arbeit in der Station ist vielfältig. Neben der alltäglichen Tierpflege stehen auch Öffentlichkeitsarbeit und Bürotätigkeiten mit auf dem Arbeitsplan. „Dabei fordern wir von unserer kleinen Belegschaft eine hohe Einsatzbereitschaft, denn gerade in der Hochsaison von April bis September wird in zwei Schichten gearbeitet, auch an Wochenenden und Feiertagen und bei Wind und Wetter“, sagt Katharina Erdmann. Während viele andere Menschen die Sommerferien genießen, würden in der Wildtierstation alle Hände gebraucht. „Urlaub machen wir im Winter,“ sagt Katharina Erdmann, die sich schon jetzt nach einer sehr intensiven Hochsaison auf ihren Urlaub auf Helgoland Ende des Jahres freut.

Seit August gibt es eine weitere Verstärkung: „Während wir uns um die Versorgung der Tiere, die Beratung hilfesuchender Tierfreunde und die Finanzierung des Betriebs kümmern, sorgt ab sofort Hausmeister Joachim Harms aus Heede dafür, dass der Laden am Laufen bleibt“, berichten Christian und Katharina Erdmann. Dank der finanziellen Unterstützung der Agentur für Arbeit sei es möglich gewesen, auch diese Stelle endlich zu besetzen. „Damit geht ein großer Wunsch von uns in Erfüllung.“

>www.wildtierstation-hamburg.de

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