Friedensallee bleibt Schwerpunkt : Verkehrsstatistik 2014: Weniger Unfälle in Elmshorn

Unfallschwerpunkt: Die abknickende Vorfahrt auf die Ost-West-Brücke überfordert immer wieder Autofahrer.
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Unfallschwerpunkt: Die abknickende Vorfahrt auf die Ost-West-Brücke überfordert immer wieder Autofahrer.

Zahl der Verletzten ging zurück. Bei der abknickenden Vorfahrt an der Ecke Friedensallee zur Kleinen Gärtnerstraße kracht es immer wieder. Auch an der Hamburger Straße ist es gefährlich.

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23. Juli 2015, 12:15 Uhr

Elmshorn | Verkehrsteilnehmer leben, beziehungsweise fahren in Elmshorn relativ sicher. Genau 306 Unfälle registrierte die Elmshorner Polizei im vergangenen Jahr, nicht einmal einen pro Tag. Das geht aus der Unfallstatistik hervor, die Revierleiter Thorsten Buchwitz jetzt präsentiert hat. Besonders erfreulich: Die Unfallzahlen in Elmshorn sind rückläufig: Und zwar um rund zehn Prozent  gegenüber dem Jahr 2013. Mit dieser Entwicklung einher geht auch ein deutlicher Rückgang der bei einem Verkehrsunfall verletzten Menschen: 210 waren es im vergangenen Jahr, 12,5 Prozent weniger als noch 2013.

Damals  gab es 339 Unfälle, bei denen 215 Menschen leicht verletzt wurden, 14 schwer. Im Jahr 2012 waren bei 327 Verkehrsunfällen 235 leicht  und 13 schwer Verletzte zu beklagen. Zwei Menschen starben 2012 auf den Straßen Elmshorns.

Sorgen machen der Polizei nach wie vor die Radfahrer: An 88 Unfällen im Jahr 2014 waren sie beteiligt. 82 von ihnen wurden dabei verletzt.  Allerdings haben viele  der verletzten Radler selbst  zu den Unfällen beigetragen. 29 befuhren den Radweg auf der falschen Seite. Nicht zuletzt deshalb hat die Elmshorner Polizei nun eine  in Schleswig–Holstein einmalige Kampagne gestartet: Mit zusätzlichen Polizei-Kontrollen und Warnhinweisen auf Radwegen soll den  so genannten Geisterradlern der Kampf angesagt werden.

Ecke Friedensallee/Kleine Gärtnerstraße

Gleich zwölf Mal krachte es dagegen im vergangenen Jahr an der Ecke Friedensallee/Kleine Gärtnerstraße. Die abknickende Vorfahrt auf die Ost-West-Brücke überforderte offenbar vor allem dann die Autofahrer, wenn die Ampel ausgeschaltet war: Allein zwischen 20 und 21  Uhr registrierten die Elmshorner Polizisten dort fünf Unfälle, in dieser Zeit regelt die Ampel nichts mehr. „Eine Stunde länger laufen lassen“, vielleicht ließen sich damit Unfälle vermeiden, gab Elmshorns Polizeirevierleiter Thorsten Buchwitz den Lokalpolitikern bei der jüngsten Sitzung des Polizeibeirats zu bedenken.

Buchwitz präsentierte dort die Elmshorner Unfallstatistik für 2014. Insgesamt kümmerten sich die Polizisten im vergangenen Jahr um 306 Unfälle, knapp zehn Prozent weniger als 2013. Die Zahl der Verletzten ging um 12,5 Prozent auf 210 zurück, die 14 schwer Verletzten bedeuteten sogar 22,2 Prozent Rückgang. Allerdings starb auch ein Fußgänger. Als „durchweg positiv“ bewertete Buchwitz die langfristige Entwicklung der Zahlen: „Die Unfälle gehen langsam zurück.“

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Riskant leben die Radfahrer: Sie waren 2014 in 88 Unfälle verwickelt, dabei wurden 82 verletzt, davon sechs schwer: Radfahrer haben keine Knautschzone. Oft tragen sie selbst zum Crash bei: 29 Mal war die Benutzung der falschen Fahrbahn Ursache für den Unfall.

Auch an der Kreuzung Wittenberger Straße/Köllner Chaussee ist Vorsicht geboten.
Auch an der Kreuzung Wittenberger Straße/Köllner Chaussee ist Vorsicht geboten.
 

Unfallschwerpunkte sind für die Polizei die Verläufe von Wittenberger und Hamburger Straße. Sechs Unfälle passierten an der Ecke Hamburger Straße/Agnes-Karl-Allee, wo es zum Krankenhaus abgeht; ebenfalls sechs Mal mussten die Beamten Unfälle an der Ecke Wittenberger Straße/Sibirien aufnehmen, genauso oft an der Ecke Wittenberger Straße/Köllner Chaussee.

Die Ecke Reichenstraße/Ansgarstraße sollte mit dem Ende der Bauarbeiten in der Ansgarstraße nun entschärft sein, hoffte Buchwitz: Dort passierten 2014 acht Unfälle, allein vier beim Linksabbiegen in die Ansgarstraße. Weitere sechs Unfälle passierten an der Ecke Langelohe/Mühlenkamp.

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