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Elmshorner Nachrichten

21. August 2017 | 01:16 Uhr

Verfolgungsjagd auf vier Pfoten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Hunderennen Zum dritten Mal rennen Hundehalter gemeinsam mit ihrem Vierbeiner um die Wette

Während anderswo das Doping im Sport diskutiert und verurteilt wird, zuckt Ilona Schlodfeldt mit den Schultern und zählt alle leistungsfördernde Mittel auf, die heute auf dem Rennplatz nicht geahndet werden. „Es ist alles erlaubt. Vom Leckerli bis zum Lieblingsspielzeug. Oder man schickt einen anderen Hund vor.“

Schlodfeldt gehört zum Vorstand des Elmshorner Vereins für Deutsche Schäferhunde, der am Sonntag ein Hunderennen veranstaltet hat. Zum dritten Mal findet die Veranstaltung nun statt – jedes Jahr mit wachsender Teilnehmerzahl. Dieses Jahr treten 76 Hunde und ihre Halter gegeneinander an. Ein Event, zu dem nicht nur Vereinsmitglieder gekommen sind. Auch Mitglieder von Hundesportvereinen aus den Nachbarorten oder Halter, die sich überhaupt nicht im Verein engagieren, sind gekommen.

„Und das Haar weht“, kommentiert Andreas Herrmann den Auftritt eines kleinen Terriers, der schnurstracks über die Rennbahn flitzt. Hermann ist Vorstandsvorsitzender des Vereins für Deutsche Schäferhunde und hat bei dem Sportevent die Moderation übernommen. Die Namen der Teilnehmer und das jeweilige Laufergebnis sagt er laufend durch, manchmal spielen sich aber auch ungeplante Szenen ab, die Hermann süffisant kommentiert. Etwa wenn Hündin Emmy im Ziel ein Stöckchen findet, und sich vor Freude und überdrehter Albernheit partout nicht von ihrer Halterin einfangen lassen will. „Frauchen, du bist eine Spielverderberin“, kommentiert Herrmann das Geschehen.

Wie eng die Verbindung zwischen einem Hund und seinem Bezugsmenschen ist, lässt sich beim Wettkampf beobachten. Das Rennen über die 60 Meter lange Strecke funktioniert nämlich nur, weil die Besitzer vorauslaufen, während der Hund am Start festgehalten wird. So manch ein Vierbeiner erträgt die Trennung auf Zeit nur schwer, will sich losreißen und zerpflügt dabei die Grasnarbe. „Für das Rennen müssen die Hunde nicht trainieren. Das geht ganz automatisch“, erklärt Schlodfeldt.

Gestartet wird in fünf Kategorien je nach Größe. Auch für Welpen und ältere Hunde gibt es eine eigene Klasse. Im Schnitt schafften die Hunde die Laufstrecke in 5,08 Sekunden. Das entspreche einer Geschwindigkeit von 42,34 Kilometer pro Stunde, teilt Schlodfeldt mit.

„Für mich ist am wichtigsten, dass der Hund Spaß hat“, sagt Sonja Hinsch, die mit ihrer Olde English Bulldogge am Rennen teilnimmt und sonst den Hundesport Agility betreibt. Vereinskameradin Kathrin Stein hat noch einen anderen Grund, warum sie mitmacht. „Mein Cocker Spaniel ist jetzt viereinhalb Monate alt. Ich möchte ihn an Veranstaltungen gewöhnen.“


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