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Elmshorner Nachrichten

12. Dezember 2017 | 19:25 Uhr

Vandalismus: Ruf nach Zaun unüberhörbar

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2016 | 16:35 Uhr

Ein 1,80 Meter hoher Zaun – und zwei Tore, die um 20 Uhr abgeschlossen werden. Das wünschen sich die Verantwortlichen der Boje-C.-Steffen Gemeinschaftsschule, viele Eltern und Schüler, um dem Vandalismus, dem Müll und dem Lärm auf dem Schulgelände – dort treffen sich vor allem abends Jugendliche – Herr zu werden. Ist der Zaun wirklich die Lösung? Darüber diskutierten am Dienstagabend bei der Stadtteilkonferenz in der Gemeinschaftsschule Lehrer, Eltern, Schüler und Anwohner.

Das Thema schürt die Emotionen: Schnell wurde klar, dass in der Vergangenheit nicht nur die Schule, sondern auch die Anwohner in puncto Lärm, Müll und Randale viel aushalten mussten . In Kleingruppen wurde nach Lösungsansätzen gesucht. Der Ruf nach einem Zaun um das Schulgelände – er würde zirka 17  000 Euro kosten – war an diesem Abend deutlich zu vernehmen. Auch der Einsatz von Kameras, eines Sicherheitsdienstes und eine verstärkte Polizeipräsenz wurden gefordert.

Es geht den Betroffenenen aber um mehr – um Angebote für die Jugendlichen, um Schaffung von Freizeitflächen, die Möglichkeit, ein Jugendhaus in dem Stadtteil zu realisieren. Das alles könnte die Situation entschärfen und zur Lösung beitragen.

Schulleiter Volker Pohlmann zählte die „massiven Beschädigungen“ auf, mit denen die Schule seit 2011 zu kämpfen hat. Er sprach von einer „massiven Gefährdung der Schüler“ durch zerstörte Glasflaschen. „Vor allem im Sommer hat sich dort an den Wochenenden ein rechtsfreier Raum entwickelt“, betonte der Schulleiter.

Elmshorns Polizeichef Thorsten Buchwitz forderte die Betroffenen auf, in jedem einzelnen Fall Anzeige zu erstatten. „Wir verfolgen alle Straftaten und Ordnungswidrigkeiten“, versprach Thorsten Buchwitz. Er betonte aber, dass es in dem Stadtteil im Jahr 2016 keine überproportionale Kriminalitätsgefährdung gab.

Und nun? Die Entscheidung über den Zaun fällt im Schulausschuss. Der tagt am 1. Februar 2017. Dann werden auch die Ergebnisse der Stadtteilkonferenz in die Diskussion mit einfließen.

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