Urne kommt in Grabkammer

Gaben die neue Urnenstelenanlage  auf dem Friedhof der Stadt gestern frei: Jürgen Kölln vom Betriebshof (von links), Bürgermeister Volker Hatje, Betriebshof-Chef Thomas Kruse und Friedhofsverwalter Hermann Stieler.
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Gaben die neue Urnenstelenanlage auf dem Friedhof der Stadt gestern frei: Jürgen Kölln vom Betriebshof (von links), Bürgermeister Volker Hatje, Betriebshof-Chef Thomas Kruse und Friedhofsverwalter Hermann Stieler.

stelenanlage Neue Bestattungsform auf dem städtischen Friedhof der Stadt Elmshorn

shz.de von
09. März 2017, 16:36 Uhr

Immer mehr Urnenbeisetzungen: Dieser Trend hat längst auch den Friedhof der Stadt Elmshorn – gelegen in der Nachbargemeinde Kölln-Reisiek – erreicht. Die Stadt hat reagiert. Gestern wurde die neue Urnenstelenanlage auf dem 12,5 Hektar großen Areal offiziell freigegeben. 22  000 Euro wurden investiert. „Wir haben damit ein weiteres Angebot auf unserem Friedhof geschaffen“, betonte Verwalter Hermann Stieler. Es gibt bereits die Möglichkeit, Urnen in einer Gemeinschaftsanlage, anonym oder im Bestattungswald beizusetzen.

Zunächst stehen 28 Grabkammern für jeweils zwei Urnen zur Verfügung. „Die Nutzungsgebühr für 20 Jahre beträgt 2000 Euro“, betont Stieler. Auf der Verschlussplatte der Grabkammer kann durch einen anerkannten Steinmetz eine Gravur vorgenommen werden. Vor den Stelen gibt es eine Fläche für das Abstellen von Vasen und kleinen Blumengebinden. Bänke werden in Kürze aufgestellt.

„Die Stelenanlage kann noch erweitert werden“, betonte Stieler. Zunächst solle abgewartet werden, wie sich die Nachfrage in Bezug auf diese Bestattungsform entwickelt. Weniger Erdbestattungen, mehr Urnenbeisetzungen: Laut Stieler geht es dabei nicht in erster Linie um die Kostenunterschiede. „Vielen Menschen ist die Pflege der Gräber zu mühsam. Bei der Urnenstelenanlage fällt die Pflege komplett weg.“

Die Anlage wurde in der Nähe des Haupteingangs aus Splittbeton errichtet. Die Grabkammern sind aus Naturstein. Optisch kommt die Grabstätte scheinbar an. Eine verblüffte Friedhofsbesucherin ließ sich gestern Morgen von Bürgermeister Volker Hatje persönlich über das Bauwerk aufklären. „Sieht gut aus“, lautete ihr Fazit.

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