Elmshorn : Unterm Dach der Markthalle

Debatte im Depot: Bürgermeister  Hatje (v. l.), Stadtrat Dirk Moritz, Büroleiternder Beamter Carsten Passig und Andreas Hahn (CDU).
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Debatte im Depot: Bürgermeister Hatje (v. l.), Stadtrat Dirk Moritz, Büroleiternder Beamter Carsten Passig und Andreas Hahn (CDU).

Politiker und Verwaltungsmitarbeiter besichtigen das Backsteingebäude auf dem Buttermarkt: Ist das Haus besser nutzbar?

shz.de von
06. Juni 2014, 22:00 Uhr

Elmshorn | Es ist wirklich eine Überlegung wert: Wie kann die Elmshorner Markthalle auf dem Buttermarkt besser genutzt werden? Zumindest sind die Elmshorner Politiker dieser Meinung und beschäftigen sich mit dieser Frage. Denn: Von dem knapp 1700 Quadratmeter großem städtischen Gebäude in absolut zentraler Lage sind lediglich gut 300 Quadratmeter öffentlich zugänglich. (Marktstände und öffentliche Toiletten). Ist es Verschwendung städtischer Immobilienflächen in sehr guter Lage, sie nicht optimal zu nutzen, oder ist eine Herrichtung des 94 Jahre alten Gebäudes viel zu teuer?

Verwaltungsmitarbeiter und Stadtverordnete sahen sich unter der Leitung der zuständigen Amtsleiterin, Vera Hippauf vom Gebäudemanagement, vom Keller bis zum Spitzboden alles an. Viele der Teilnehmer kennen die Markthalle zwar von ihren Einkäufen an Wochenmarkttagen, sahen den weitaus größten Teil des Gebäudes aber zum ersten Mal. So die Räume der Elmshorner Speeldeel , die im 1. Obergeschoss Theaterstücke einüben und ihre Requisiten lagern. In dem Stockwerk hat auch der Marktmeister sein Büro und die Marktbeschicker Toiletten. Ebenfalls hier eingerichtet: Eine kleine Leitstelle für die Ampelanlagen.

Das ebenfalls rund 330 Quadratmeter große, zweite Obergeschoss beherbergt in mehreren Räumen ein Magazin für das Industriemuseum Elmshorn. Das darüber befindliche Dachgeschoss ist mit seiner Holzkonstruktion und verbunden mit noch steileren Treppen und Stiegen in drei Ebenen geteilt, wobei der Spitzboden direkt unter den roten Dachziegeln des Baus sehr klein ist. Die anderen Flächen dienen nur bedingt als Abstellflächen.

Die Politiker besichtigten auch die eigentliche Markthalle mit den Verkaufsständen und den niedrigen Keller. Dort lagern Markthändler in Holzverschlägen ihre mobilen Verkaufsstände und die Stadt alte Ampeln und Ähnliches.

Die Debatte um die Zukunft der Markthalle hat erst begonnen, Entscheidungen sind noch längst nicht gefallen. Das Thema soll nach der Besichtigung in den entsprechenden Ausschüssen beraten werden. Eile ist nicht geboten.

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