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Elmshorner Nachrichten

23. September 2017 | 11:28 Uhr

Ungewisse Zukunft für „Auszeit am See“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Gastrobetrieb im Steindammpark tief in roten Zahlen / Neue Pächter gesucht

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Detlef Witthinrich, Geschäftsführer der Gastronomie „Auszeit am See“, schaut einer schweren Zeit und schmerzhaften Aufgaben entgegen. Das wunderschön gelegene Café im Steindammpark wirft keine Gewinne ab. Ganz im Gegenteil. Von Monat zu Monat steigen die Verluste. Findet seine Betreibergesellschaft keinen neuen Pächter, muss er wohl oder übel den Betrieb einstellen.

Das im Vorfeld der Eröffnung im Jahre 2010 von Politik und Elmshorner Gastronomen umstrittene Projekt bestach dadurch, dass dort Menschen mit Behinderung mit Nichtbehinderten zusammenarbeiten. Dies, so hat sich jetzt gezeigt, ist allerdings auch einer der Gründe für den schleichenden Untergang. „Wir haben, im Gegensatz zur übrigen Gastronomie, eine problematische Kostensituation“, sagt Witthinrich. Die sieben festen Mitarbeiter konnten bisher in keinem Jahr die Kosten für den Betrieb erwirtschaften.

„Es machen einfach zu wenig Gäste eine Auszeit am See“, sagt er. Während in den Sommermonaten und Tagen mit schönem Wetter kaum ein freier Platz im Haus und auf der Terrasse davor zu bekommen ist, verlieren sich im Winter und an Regentagen verschwindend wenige Besucher im Park – und noch weniger in der Gastronomie. Auch der Betrieb in den Abendstunden hat sich nicht bewährt.

In jedem Bereich also ein Defizit. Von einer Pleite redet Witthinrich aber nicht. Nur von einer angespannten Situation. Prekär: Irgendwann kann das Haus die Verluste nicht mehr tragen und die Auszeit muss schließen. Zurück blieben neben entlassenem Personal auch mehrere Hunderttausend Euro Schulden bei Banken. Beides möchte Witthinrich verhindern.

Einen neuen Pächter zu finden, ist nicht einfach. Eine bis 2015 verbindliche Erbauflage verbietet der Stadt Elmshorn die kommerzielle Nutzung des Parks und somit eine Bewirtung durch gewerbetreibende Privatpersonen. Nur eine gemeinnützige Organisation wäre zurzeit der Ausweg. Seite 5

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