zur Navigation springen

Flunkyball-WM 2017 : „Undifferenziert“: Kritik an der Bewertung der Polizei

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Organisatorenteam und Fans empfinden die polizeiliche Bewertung der Veranstaltung als „undifferenziert“.

Elmshorn | Die Aufregung um die jüngste Flunkyball-Weltmeisterschaft in Elmshorn, die am Himmelfahrtstag im Krückaupark zwischen dem Teich an der Elsa-Brändström-Schule (EBS) und dem Krückaustadion zum elften Male stattfand, reißt nicht ab. Nachdem die Polizei ein im Vergleich zum Vorjahr negatives Fazit zog und damit auch die Fortführung der vor allem bei jugendlichen Besuchern und Akteuren sehr beliebten Veranstaltung im Krückaupark in Frage stellt, zeigt sich sowohl bei Teilnehmern und Fans als auch den Organsiatoren der Flunky-WM Unverständnis über diese Einschätzung der Ordnungshüter. Vor allem bemängeln sie, dass die Gesamtsituation im Krückaupark nicht „differenziert bewertet“ und „alles ungerechterweise“ in einen Topf geworfen werde. „Wir haben Besucher, die verstanden haben, warum wir diese WM machen. Die 1  241 Menschen, die bei Facebook auf ,interessiert’ geklickt haben, bilden das friedliche Herz der Veranstaltung. Überflüssiger Stress geht in der Regel von den Leuten aus, die am Himmelfahrtstag nur einen Platz zum Trinken suchen und gegen Mittag/Nachmittag auftauchen oder nach offiziellem Ende der Veranstaltung“, erklärt Jonas Jensen vom Organisationsteam „Niel Eppenhofer“.

Zahllose Trupps mit Bollerwagen

Die Begegnung mit ihnen sei am Vatertag aber kaum vermeidbar, denn man müsse bedenken, dass sich das Veranstaltungsareal ja unweit vom Krückauwanderweg befindet, wo im Laufe des Tages zahllose „Trupps mit Bollerwagen“ durchzogen, die nichts mit dem Happening der Flunkyball-Fans zu tun hatten, aber offensichtlich in unmittelbarer Nähe dazu mehrfach für Unfrieden und massive Zwischenfälle sorgten.

Die Meldung, dass eine Besucherin der WM stark alkoholisiert ein im Einsatz befindliches Rettungsfahrzeug getreten haben soll, erstaunt Jensen ein wenig. „Während der stündlichen Briefings mit der Polizei und dem DRK kam dies nicht zur Sprache. Und nach der Veranstaltung haben wir vom DRK ein insgesamt positives Feedback erhalten“, betont er und zitiert einen Eintrag der DRK-Bereitschaft auf Facebook vom 26. Mai: „Wir möchten uns bei allen bedanken, für den friedlichen und freundlichen Umgang mit den Rettungskräften. Unseren Sanitätern hat es Spaß gemacht, für euch da zu sein.“

Zwei Tonnen an Pfandflaschen und Müll

Auch im Hinblick auf den Vorwurf der starken Vermüllung des Geländes kann Jensen den artikulierten Unmut – vor allem durch einige Anwohner des Krückauparks – nicht nachvollziehen. Bis 11 Uhr am darauf folgenden Tag sei das Areal schließlich wieder komplett gesäubert worden. „Man sollte uns wenigstens bis mittags die Zeit lassen, um alles aufzuräumen und zu beseitigen – was dann ja auch geschah. Wer nach 11 Uhr in den Park kam, hat wieder ein restlos sauberes Gelände vorgefunden“, betont er und ergänzt, dass dabei zwei Tonnen Pfandflaschen und Müll zusammenkamen, die so gesehen am Himmelfahrtstag auch weniger auf Elmshorns Straßen gelandet seien.

Die Mitglieder des Orga-Teams „Niel Eppenhofer“ bleiben optimistisch.
Die Mitglieder des Orga-Teams „Niel Eppenhofer“ bleiben optimistisch. Foto: Ulf Marek
 

„Die Entsorgung wurde von den Startgeldern der WM bezahlt“, erklärt Jensen – und dennoch sei erneut ein „vierstelliger Spendenbetrag“ zusammengekommen, der diesmal dem Verein Frischlinge in Hainholz zugute kommen werde, der sich für benachteiligte Kinder einsetzt.

Lokaltermin am Tag danach: Auf der inzwischen restlos gesäuberten Fläche am EBS-Teich wundern sich Danny (24) und Lara (19) über die Aufregung. Laut ihrer Aussage waren sie bis zum Turnier-Ende genau hier vor Ort und haben nichts von Randalierern bemerkt.
Lokaltermin am Tag danach: Auf der inzwischen restlos gesäuberten Fläche am EBS-Teich wundern sich Danny (24) und Lara (19) über die Aufregung. Laut ihrer Aussage waren sie bis zum Turnier-Ende genau hier vor Ort und haben nichts von Randalierern bemerkt. Foto: Ulf Marek
 

Die Vorkommnisse der diesjährigen WM im Krückaupark bleiben beim Orga-Team nicht unreflektiert. Den Gedanken, die Flunkyball-WM an einen anderen und vor allem größeren Standort zu verlegen, wird begrüßt. „Wir sind optimistisch, aus den Vorkommnissen zu lernen – vor allem auch um nächstes Jahr Ärger mit Hilfe der Empfehlungen der Polizei und der Stadt von vornherein zu vermeiden“, unterstreicht Jensen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Mai.2017 | 13:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen