Und der Wahlkampf tobt auf Facebook

dpa_5f9e5400b3758533

Avatar_shz von
17. September 2019, 14:00 Uhr

Elmshorn | Mit nur einem Post tausende Elmshorner erreichen. Die Verlockung war groß – für alle Kandidaten. Und so tummelten sich Hatje, Ahsbahs, Reiter und Stiefel auch auf Facebook und Instagram, der eine mehr, der andere weniger. Die Reichweite ist groß, der Kontakt zum Wähler ganz direkt. Der ist heutzutage alles andere als schüchtern, stellt selbst Fragen an die Kandidaten und erwartet gefälligst auch Antworten. Die gab es auch. Dazu kamen kleine Videos und Instagram-Storys, mit denen die Kandidaten um Stimmen warben. Natürlich haben sie dabei das jüngere Wahlvolk im Blick.

Wahlkämpfe werden schon längst nicht mehr nur mit Wahlplakaten an Laternenpfählen, Flyern und Klinkenputzen ausgetragen. Wer mitspielen will, muss im weltweiten Netz auch mitschwimmen.

Doch eines hat dieser Wahlkampf vor allem in einer Elmshorner Facebook-Gruppe gezeigt: Soziale Medien sind ganz oft alles andere als sozial. Es wird diffamiert, beleidigt, angefeindet und manipuliert. Meinungsbildung – fast unmöglich.

Vor allem Reiter, der Kandidat, der am stärksten polarisierte, stand oft im Kreuzfeuer der Kritik, schoss zurück, wehrte sich und wurde nur noch mehr angegriffen.

Facebook bleibt das Medium der Berufs-Meckerer und Dauer-Lästerer, derjenigen, die immer nur das Negative sehen, nie das Positive. Und dieses Medium wurde in diesem Elmshorner Wahlkampf viel zu oft zur Meinungsmache missbraucht. Von den Strippenziehern und Hintermännern. Man muss nicht nur genau gucken, was die User schreiben, sondern auch wer dort mit welcher Intention seine Posts absetzt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen