Neues Rathaus für Elmshorn : Umfrage verrät: Die Bürger wollen einen Backsteinbau

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17. Juni 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Die Elmshorner wollen, dass ihr neues Rathaus ein Backsteinbau wird. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der Elmshorner CDU. Auch von Flachdächern halten die meisten Elmshorner, die sich an der Erhebung beteiligt haben, nichts.

„Wir haben viele Ideen und Anmerkungen bekommen und sehen uns in unserem grundsätzlichen Kurs bestätigt“, sagt CDU-Fraktionschef Immo Neufeldt nach Auswertung der Bürgeraktion. „Es wurde sehr häufig der Wunsch geäußert, dass sich das Rathaus in die bestehende Backstein-Architektur Elmshorns einfügt“, so Steffen Strünke, Mitglied im Sonderausschuss Rathaus. Als Beispiele wurden die Markthalle oder die Nikolai-Kirche genannt. „Die CDU-Fraktion wird sich daher dafür aussprechen, dass das Rathaus in jedem Fall eine Klinkerfassade erhält“, kündigte Neufeldt an. 

Viele Bürger befürchten zudem eine Kostenexplosion. Eine Sorge, die die Union nachvollziehen kann. Deshalb will die CDU einen externen Projektsteuerer installieren, der alle Abläufe von der Ausschreibung bis zur Baufertigstellung begleitet und überwachen soll.

Bäume ohne Saatkrähen

Die Elmshorner CDU hat die Vorstellungen und Wünsche der Bürger zum Neubau des Rathauses ausgewertet. „Unser Vorschlag zum Verbot von Flachdächern auch bei Nebenflächen und das Verbot von innenliegenden Entwässerungssystemen fand Zustimmung“, stellte CDU-Fraktionschef Imme Neufeldt fest. Die eingegangenen Gestaltungsideen seien aber generell sehr vielfältig. „Einige Bürgerinnen und Bürger sprechen sich – nicht nur aus Kostengründen – für eine klare Fassadenstruktur aus, andere schlagen eine aufgelockerte Struktur vor.“ Vorschläge seien zum Beispiel eine geschwungene dunkelblaue Fliesenwellenform am Pumpenhaus, welche am Rathaus weitergeführt wird oder eine Atriumbauweise.

Neufeldt: „Darüber hinaus haben uns viele weitere wertvolle Hinweise erreicht:“

  • Es sollten nur neue Bäume angepflanzt werden, die nicht von der Saatkrähe bevölkert werden.
  • Es sollten ausreichend Stellplätze für Pkw und Fahrräder eingeplant werden.
  • Auf vollständige Barrierefreiheit ist zu achten.
  • Bau eines wirtschaftlich nachhaltigen Rathauses;  Materialien sollten kostengünstig im Unterhalt sein (zum Beispiel Einbau einer digitalen Schließanlage, die teurer in der Anschaffung ist, aber wesentlich kostengünstiger im Unterhalt).
  • Die Besuchertoiletten sollten einen Außenzugang bekommen, um bei Veranstaltungen genutzt werden zu können.

„Wir wollen die anstehende Sommerpause nutzen uns Rathausneubauten im Umkreis anzusehen“, sagte Neufeldt. Interessierte Bürger könnten sich selbstverständlich auch weiterhin bei Anregungen an die CDU-Fraktion wenden.

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