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Elmshorner Nachrichten

25. November 2017 | 12:38 Uhr

Tritt in Hintern vom Navy-Sergeant

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorner Band „Mary Jane Killed The Cat” startet heute Abend im Viertelfinale des Radiowettbewerbs „Hamburg rockt“

„Es ist viel Arbeit, die Stücke für das Akustik-Set umzuarrangieren“, erklärt Jerrit Tank, Sänger und einer von zwei Gitarristen der Elmshorner Band „Mary Jane Killed The Cat” (MJKTC, deutsch: Mary Jane tötete die Katze). Die vier Freunde, alle 22 oder 23 Jahre alt, nehmen am heutigen Dienstag, 29. April, an einem Radiowettbewerb des Hamburger Senders 917xfm teil. Als eine von nur acht Gruppen konnten sich die Elmshorner gegen weit mehr als hundert Mitbewerber für das Viertelfinale qualifizieren.

Seinen Ursprung hat MJKTC in der gemeinsamen Schulzeit, in der heutigen Besetzung spielt die Band seit gut vier Jahren zusammen. Ihre musikalischen Einflüsse sieht die Band im britischen und amerikanischen Rock, unter anderem bei „Oasis“ und den „Foo Fighters“. Nachdem sie über ein Jahr darauf hingearbeitet haben, entstand vergangenes Jahr die erste eigene CD, eine EP (Extended Play, Zwischenform von Single und Album) mit dem einfachen Namen „MJKTC“.

Die ersten Jahre wurde, beinah klassisch, im elterlichen Keller an der Musik gezimmert. Der zu Beginn kritische Gastgeber, Vater des Bassisten Max Schierbecker, konnte schließlich überzeugt werden und hilft der Band mittlerweile tatkräftig, beispielsweise bei der Reparatur von Equipment.

Neben den Eltern spielt auch Gerald Ward eine wichtige Rolle für die Musiker. Der ehemalige englische Navy-Sergeant sammelte ab den 1970er Jahren selbst Erfahrungen im Musikgeschäft als Aktiver und Roadie. Als Freund von Max Schierbeckers Vater nahm er die ambitionierten Musiker früh unter seine Fittiche. „Gerald hat uns von Beginn an in den Arsch getreten und motiviert dran zu bleiben“, sagt Max Schierbecker. „Er hat uns musikalisch erzogen und ist im Grunde unser Band-Papa“, fügt Finn Kalk an, Schlagzeuger der Band.


„Diesen Schritt hat keiner bereut“


Dass Musik für die Vier ganz oben steht, macht bereits eines klar: Trotz entsprechender Optionen in Studium und Beruf blieben alle Mitglieder nach Abschluss der Schule in Elmshorn und Umgebung, um die Band weiter voranzutreiben. „Diesen Schritt hat keiner bereut“, erklärt Gregor Schulz, Gitarrist.

Aus dem Elmshorner Proberaum der Anfangszeit ist die Band inzwischen aber herausgewachsen. Seit dem vergangenen Jahr trifft man sich in Hamburg-Eidelstedt, wobei die Zukunft dort noch ungeklärt ist, da der Vermieter einen Umbau der Räume plant.

Für den Bandwettbewerb „Hamburg rockt“ proben MJKTC aktuell drei bis vier Mal pro Woche. Die gitarrenlastigen Stücke ihrer ersten CD müssen auf Akustikinstrumente angepasst werden, so wollen es die Wettbewerbsregeln. Heute Abend findet nun die erste Ausscheidungsrunde statt, bei der öffentlichen Abstimmung hofft die Band auf breite Unterstützung. Zu gewinnen gibt es eine Vier-Städte-Tour und einen Bandbus für ein Jahr. Darüber hinaus plant die Gruppe aktuell ihre erste England-Tour. Im September dieses Jahres hoffen sie, fünf bis sechs Konzerte in Großbritannien geben zu können. Zuhause hier im Kreis Pinneberg sieht man sie beim „Rock ’n’ Rose“-Festival in Uetersen.

Der Bandname hat übrigens einen beinah realen Hintergrund: Die Legende will es, dass auf einer privaten Party die Katze des Gastgebers stets mitten im Geschehen war. Nach der ausschweifenden Feier war die Katze in der Folge etwas mitgenommen, doch, anders als der Bandname suggeriert, ist sie noch genauso lebendig wie die Jungs und deren Musik von MJKTC.


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