Training und Entspannung vor der WM

Jacob Heidtmann vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn bereitet sich noch in der Türkei auf seinen ersten Start bei einer Weltmeisterschaft vor. In Kasan ist er auch für die Staffel eingeplant.
Jacob Heidtmann vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn bereitet sich noch in der Türkei auf seinen ersten Start bei einer Weltmeisterschaft vor. In Kasan ist er auch für die Staffel eingeplant.

Heidtmann fliegt Sonnabend von Belek nach Kasan

shz.de von
30. Juli 2015, 15:47 Uhr

Die unmittelbare Wettkampfvorbereitung ist nicht nur hartes Training. Es gab für Jacob Heidtmann auch die entspannenden Momente am Strand von Belek an der türkischen Riviera und die abkühlenden Momente im Mittelmeer. Für den Wettkampf aber setzt der Student vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn weiterhin auf das Becken, steht er doch vor dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere: der ersten Teilnahme an Schwimm-Weltmeisterschaften, die am vergangenen Freitag mit den Wasserspringer- und Freiwasser-Events ihren Startschuss fanden. Die Beckenschwimmer sind ab Sonntag, 2. August, dran.

„Die Bedingungen sind exzellent und es macht auch sehr viel Spaß, unter der türkischen Sonne zu trainieren“, ließ Heidtmann via WhatsApp aus dem Gloria Sports Resort von Belek wissen.

Das beflügelt: „Bei mir läuft es so weit gut“, sagte der in Borstel-Hohenraden aufgewachsene 20-Jährige, der sein Pensum ohne größere Rückschläge absolviert.

Der amtierende Deutsche Meister über 400 Meter Lagen wird in Kasan – natürlich – am Schlusstag der WM (7. August) über seine Lieblingsstrecke starten. Außerdem hat ihn Bundestrainer Henning Lambertz für die 4-x-200-Meter-Freistilstaffel am Freitag, 5. August, eingeplant. „Als Ziel habe ich mir gesetzt, meine sehr guten Ergebnisse von den Deutschen Meisterschaften zu bestätigen und erneut im Bereich meiner Bestzeiten zu schwimmen“, sagte er. Mit den in Berlin geschwommenen 4:13,28 Minuten wird er in der Weltjahresbestenliste immer noch auf Rang zehn geführt. Während der größte Teil des DSV-Tross am Montag nach Kasan geflogen ist, stößt Heidtmann wie Marco Koch, Europameister über 200 Meter Brust, Sprinterin Dorothea Brandt und Carl Louis Schwarz erst am 1. August hinzu.

Um den deutschen Schwimmern mehr Wettkampfhärte zu verleihen, hatte Lambertz von allen Athleten eingefordert, die gesetzten Normzeiten außer in Berlin noch bei einem weiteren Wettkampf unter Beweis zu stellen. Heidtmann war dies während der Mare Nostrum-Tour gelungen.

Dass eine Weltmeisterschaft aber noch etwas anderes als ein „normaler“ internationaler Wettkampf ist, ist Heidtmann schon bewusst. „Es werden eine Menge neuer Eindrücke sein, die während des Wettkampfes auf mich einwirken werden“, sagte er. Er sei aber guter Dinge, sich auch auf der großen Bühne gut zu präsentieren.

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