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Feuer in Hamburg, Oster-Ohrstedt und Elmshorn : Toter bei Brand in Oster-Ohrstedt: Ermittlungen aufgenommen

vom

Gleich mehrere schwere Wohnungsbrände im Norden haben Einsatzkräfte der Feuerwehr am Wochenende in Atem gehalten. Dabei starben zwei Menschen, mehrere weitere wurden verletzt.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 11:39 Uhr

Hamburg/Elmshorn | Ein Brand in einem Einfamilienhaus in Oster-Ohrstedt (Kreis Nordfriesland) hat am Sonntag zu einem Todesopfer geführt. Die gefundene Leiche wird nun rechtsmedizinisch in Kiel untersucht. Noch sei unklar, ob es sich um den 75-jährigen Bewohner des Hauses handle, sagte eine Polizeisprecherin am Montagvormittag.

Feuerwehrleute hatten das Todesopfer bei Löscharbeiten im Erdgeschoss des Gebäudes entdeckt. Gegen 13 Uhr lief die Brandmeldung bei der Rettungsleiststelle in Harrislee auf, ein Einfamilienhaus an der Bundesstrasse B 201 gelegen, brenne. Sofort wurden Feuerwehren aus Wester-Ohrstedt, Oster-Ohrstedt und Schwesing alarmiert.

Das Feuer war am Sonntag im Erdgeschoss des Einfamilienhauses ausgebrochen und griff anschließend auf das Obergeschoss über. Nachbarn konnten einen 54-jährigen Mieter des Hauses über eine Leiter retten. Er und ein Feuerwehrmann kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Das Haus ist laut Polizei nicht mehr bewohnbar. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Beamten auf rund 150.000 Euro.

Brandermittler sollten noch in dieser Woche mit der Untersuchung der Brandursache beginnen. Wegen eines Lecks an einer Gasleitung waren nach den Löscharbeiten auch zwei Nachbarhäuser evakuiert worden.

Das Feuer war nicht das einzige an diesem Wochende. Am Sonntagmorgen kam eine Person bei einem Wohnungsbrand im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ums Leben. Zeugen hätten Flammen auf dem Balkon einer Wohnung im zweiten Stock eines viergeschossigen Gebäudes bemerkt, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. In der Wohnung stießen sie dann auf die Leiche einer Person, die allem Anschein nach dem Feuer zum Opfer gefallen war. Ob es sich bei dem Brandopfer um die 40-jährige Mieterin der Wohnung handelte, war zunächst noch unklar. Die Ursache des Brandes muss nun geklärt werden.

Am Freitagabend zog sich ein 66-Jähriger im Hamburger Stadtteil Iserbrook lebensgefährliche Verletzungen zu, nachdem er versehentlich seinen Weihnachtsbaum beim Anzünden der Kerzen in Brand gesteckt hatte, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Bei dem Versuch, den Baum zusammen mit seiner 62-jährigen Ehefrau zu löschen, erlitt der Mann schwerste Verbrennungen im Kopfbereich. Seine Frau wurde ebenfalls verletzt. Rettungskräfte brachten beide zur Behandlung in nahe gelegene Kliniken. Polizeiangaben zufolge war der 66-Jährige am Sonntag außer Lebensgefahr.

Bei einem Feuer in Elmshorn wurden acht Bewohner verletzt.
Bei einem Feuer in Elmshorn wurden acht Bewohner verletzt. Foto: Polizei Elmshorn

Am darauffolgenden Tag wurden bei einem Wohnungsbrand in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus in Elmshorn (Kreis Pinneberg) zwei Kinder und sechs Erwachsene verletzt. Sie erlitten überwiegend Rauchvergiftungen und mussten von Sanitätern versorgt werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Einsatzkräfte rückten mit insgesamt 45 Mann an und löschte die Flammen. Das Feuer war aus bisher ungeklärten Gründen im ersten Obergeschoss des Hauses ausgebrochen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ließ sich zunächst nicht beziffern.

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