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„Green Screen“ in Elmshorn : Tierische Stars begeistern Filmfans

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

350 Besucher beim vierten „Green Screen“-Abend der Elmshorner Nachrichten. Das Publikum stimmt über die beste Doku ab.

von
erstellt am 29.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Spatzen, die in New York in Ampelröhren über dem brausenden Verkehr nisten, eine tapfere Haselmaus-Mutter und die Konik-Ponys inmitten der wunderschönen Landschaft des Baltikums waren die Stars des Abends. Der Andrang war groß: Zur vierten „Green Screen“-Naturfilm-Vorführung in Elmshorn strömten 350 Besucher in das Forum der neuen KGSE. Über drei Stunden gab es am Mittwochabend auf Einladung der Elmshorner Nachrichten und des Eckenförder Naturfilmfestivals spannende Einblicke in Fauna und Flora.

Zu Beginn wurde das Publikum auf den „Planet der Spatzen“ gebeamt. Regisseur Kurt Mayer zeigte den Allerweltsvogel als Weltbürger, frechen Eroberer menschlicher Stätten sowie Lebenskünstler und servierte jede Menge biologische Lektionen. In Metropolen rund um den Globus schafft es der „Lünk“ zu überleben. Er lebt in Minaretten und auf Notre Dame.

In den Mikrokosmos einer Haselmaus entführte „Kleiner Langschläfer hellwach“, bei dem Naturfilmer Joachim Hinz und Beatrix Stoepel Regie führten und der Maus, die eigentlich ein Bilch ist, hinterherpirschten. Zu sehen war, was Menschen sonst nie sehen: Das Haselmaus-Jahr vom Aufwachen nach monatelangem Schlaf, die „Mäuse-Hochzeit“, einmalige Aufnahmen von der Geburt der Jungen bis hin zum Umzug in ein anderes Nest.

Atemberaubend schöne Bilder von der weiten Landschaft des Baltikums und seiner Küste zeigte das Werk von Christoph Hauschild. Wild preschende Konik-Hengste eröffneten das Kaleidoskop. Zu sehen gab es windgepeitschte Nadelwälder, ausbüxende Luchs-Babys, Robben und den Wendehals.

Elmshorn war die letzte von 15 Stationen, in denen die Filme in den vergangenen Wochen gezeigt wurden. Überall durften die Zuschauer abstimmen; der Film mit dem meisten Zuspruch erhält den Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags. Wie das Publikum abgestimmt hat, wird erst nach der Preisverleihung im Rahmen des „Green Screen“-Festivals veröffentlicht.

Mit dabei in Elmshorn vom Festival-Team war Miriam Kohlos. Die 14-Jährige aus Seestermühe engagiert sich seit einem Jahr ehrenamtlich für „Green Screen“. „Ich war im letzten Jahr beim Filmabend in Elmshorn. Ich war so begeistert, dass ich mich für das Jugend-Filmcamp angemeldet habe“, berichtet die Schülerin. Sie selbst will später gern Naturfilmerin werden. Ihr Favorit war der Film über die Haselmaus.

Diese Doku traf auch den Geschmack von Rainer Stadelmann aus Kollmar. Er war das dritte Mal in Elmshorn dabei. Die Landschaften des Baltikums hatten es Sabine Junge aus Elmshorn angetan. Sie war vor fünf Jahren sogar schon einmal beim Festival in Eckernförde und findet es klasse, dass es jetzt in Elmshorn die Möglichkeit gibt, hochkarätige Naturfilme zu sehen.

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