Tiefgarage: Es fehlt die Alternative

Das Gelände an der Berliner Straße galt lange als möglicher Standort für ein Parkhaus.
Das Gelände an der Berliner Straße galt lange als möglicher Standort für ein Parkhaus.

Rathausneubau: Kein Standort für Parkhaus in Sicht

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14. Februar 2018, 16:00 Uhr

Die drei Sieger des Architektenwettbewerbs für das neue Elmshorner Rathaus stehen seit Dezember 2017 fest. Doch eine entscheidende Frage des Millionenprojekts ist weiterhin unbeantwortet. Wird die Stadt die knapp 100 benötigten Stellplätze in einer Tiefgarage zur Verfügung stellen oder wird ein oberirdisches Parkhaus errichtet? Und wenn ja, wo? Im Sonderausschuss Rathaus wurden den Politikern von der Verwaltung noch einmal die Vor- und Nachteile der Tiefgaragenlösung präsentiert. Fazit: Es fehlt zurzeit die Alternative. „Dieser Eindruck ist für uns entstanden“, betont die Ausschussvorsitzende Monika Czemper (SPD). Das Problem: Die Zeit läuft – und drängt. Die Verhandlungen mit den siegreichen Architekturbüros können nur weiter gehen, wenn die Tiefgaragenfrage endlich geklärt ist. Die Politik wird laut Czemper am 26. April eine Entscheidung treffen.

Ein Parkhaus auf dem Gelände des ehemaligen Sky-Markts an der Berliner Straße: Diese Alternative wurde lange diskutiert – und laut Czemper fast schon wieder verworfen. Denn der Rahmenplan für das Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen sieht kein eigenständiges Parkhaus vor, sondern schreibt im Gegenteil Stellplätze auf dem Rathausgrundstück vor. Das Parkhaus wäre nach derzeitigem Stand auch nicht förderfähig. „Es müsste von einem Investor gebaut werden – und den haben wir nicht“, betont Czemper.

Die Vorbehalte gegen eine Tiefgarage sind nicht nur in der SPD vorhanden. „Bisher mussten wir von Kosten von vier Millionen Euro ausgehen. Zudem weiß niemand, was sich im Erdreich befindet“, sagt Czemper. Altlasten im Boden könnten zu einer bösen Überraschung und einem großen Problem werden.

Die Verwaltung sieht zurzeit keine alternativen Standorte für die Stellplätze – und so läuft alles auf die Tiefgarage hinaus. Denn ein oberirdisches Parkhaus auf dem Rat- hausareal würde der von allen gewünschten hohen Aufenthaltsqualität widersprechen. Eine Idee hat Czemper noch. Eine Parkhaus unterm Rathaus als Hochparterre, so wie es das Unternehmen Semmelhaack an der Reichenstraße gemacht hat.

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