Tempo-30-Schilder fehlen: Grüne sind sauer

Die Stadt Elmshorn muss neue Schilder vor den betroffenen Schulen und Kitas aufstellen.
Die Stadt Elmshorn muss neue Schilder vor den betroffenen Schulen und Kitas aufstellen.

Tempo 30 vor Schulen und Kitas: Stadt verweist auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung

shz.de von
09. November 2018, 17:36 Uhr

Die Grünen haben die Faxen endgültig dicke. „Es ist ein Skandal, dass es der Stadt seit Monaten nicht gelingt, die Schilder vor den Grundschulen aufzustellen“, sagt der Abgeordnete Jens Herrmann. Der politische Beschluss – von den Grünen initiiert – sei im März dieses Jahres im zuständigen Ausschuss gefallen. Die Stadt habe seit dem mehrere zugesicherte Termine verstreichen lassen. Bisher stehe kein einziges Schild.

Es geht um die Tempo-30-Schilder, die vor sechs Grundschulen und Kitas aufgestellt werden sollen – und zwar am Adenauerdamm, der Ansgarstraße, der Gerberstraße, dem Hainholzer Damm, der Köllner Chaussee und dem Koppeldamm. Die Verkehrsaufsicht der Stadt hatte für diese Standorte nach einer Prüfung Tempo 30 angeordnet. Die Sicherheit vor den Schulen und Kitas soll in Elmshorn erhöht werden. Die Schilder sollten so schnell wie möglich aufgestellt werden. Stand März 2018.

Doch die Umsetzung gestaltete sich viel schwieriger als gedacht. Die Schilder gibt es nicht von der Stange, sondern mussten extra angefertigt werden. Zudem ist aufgrund des Gewichts ein größeres Fundament nötig. Das alles teilte Petra Langefeld, Chefin des Flächenmanagements im Rathaus, der Politik auch mit. „Wir haben uns jetzt alle einzelnen Standorte angeschaut. In den Gehwegbereichen sind wir in erheblichem Umfang auf Leitungspakete gestoßen“, sagte Langefeld. Fazit: Für jeden Standort werden individuelle Lösungen gesucht. Die Ergebnisse der Untersuchungen wird Langefeld im Dezember der Politik präsentieren. Unwahrscheinlich, dass in diesem Jahr die Schilder noch aufgebaut werden.

„Unverständlich“, sagt Herrmann. An der Leibniz Schule hingen die Schilder an einem Laternenmast. „Die Stadt muss auch nach Alternativen suchen.“

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