Tarascon: Bilder einer Freundschaft

Der stellvertretende Bürgervorsteher Thorsten Mann-Raudies (von links), die Stadtangestellten Morten Planer und Peter Jepsen und Stadtrat Dirk Moritz eröffneten die Fotoausstellung im Elmshorner Rathaus.
Der stellvertretende Bürgervorsteher Thorsten Mann-Raudies (von links), die Stadtangestellten Morten Planer und Peter Jepsen und Stadtrat Dirk Moritz eröffneten die Fotoausstellung im Elmshorner Rathaus.

Eine Fotoausstellung über eine Städtepartnerschaft

shz.de von
17. Juli 2018, 12:30 Uhr

Elmshorn und Frankreich – diese Verbindung gibt es schon sehr lange. So lange, dass der stellvertretende Bürgervorsteher Thorsten Mann-Raudies ein hohes Ideal anführt, um die Städtepartnerschaft mit der fanzösischen Stadt Tarascon zu beschreiben: „Die regelmäßigen Besuche von Elmshornern nach Tarascon können durchaus als Völkerverständigung beschrieben werden.“

Darüber wie schön diese Stadt und wie nah die Partnerschaft zu den Elmshornern ist, erzählt zurzeit eine Fotoausstellung im Elmshorner Rathaus, die nun eröffnet wurde und zu den Öffnungszeiten des Rathauses betrachtet werden kann. Der Fotograf und Stadtangestellte Morten Planer zeigt hier 25 großformatige Bilder von Land und Leuten.

Entstanden sind die Fotos bei dem letzten Städtebesuch im vergangenen Juni. Viele Bilder zeigen das Stadtfest, das die Tarasconer traditionell drei Tage lang feiern – inklusive Trachtenumzug.

„Es ist beeindruckend, wie detailreich die Trachten verarbeitet waren“, sagt Fotograf Planer. Auch ein Herr in Fischerhemd und Elbsegler auf dem Kopf lief in diesem Jahr beim Umzug mit, wie ein Foto der Ausstellung beweist. Peter Jepsen, Angestellter der Stadt Elmshorn und dort zuständig für die Städtepartnerschaften, winkt aus dem Bilderrahmen entgegen. „Da riefen Leute ’Viva Elmshorn’, obwohl wir nicht mal ein Banner oder so dabei hatten. Die kannten uns schon“, erzählt Jepsen. Er beschreibt die Partnerschaft als sehr herzlich und gewinnbringend für beide Seiten. Sogar auf dem kulinarischen Sektor, denn obwohl die Franzosen als beste Köche der Welt gelten, konnten die Tarasconer von den Elmshornern etwas lernen.

Jedes Jahr betreibt eine Gruppe Elmshorner einen kleinen Stand mit Norddeutschen Spezialitäten auf dem Tarasconer Weihnachtsmarkt. Würstchen von Dölling seien dort beliebt, sagt Jepsen, aber besonders auch der deutsche Glühwein. „Den kannte man da gar nicht. Wenn man so will, haben wir ihnen den Glühwein nahegebracht.

Mittlerweile verkaufen ihn sieben oder acht Stände“, erzählt Jepsen. Das wichtigste Element der Städtepartnerschaft sei aber das Zusammenkommen unterschiedlicher Kulturen. „Das gilt besonders für die Fahrten mit Jugendlichen. Sie bauen Vorurteile ab“, findet Jepsen, „Das ist das wichtigste.“

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