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Elmshorn : Tag der offenen Tür beim Polizeihundverein

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wenn Hunde sich richtig austoben: Vierbeiner absolvierten Parcours für Agility und Rallye Obedience.

Elmshorn | Auf dem Rasen stehen mehrere Schilder, darauf kurze Anweisungen. An diesen Stationen sollen die Hundeführer mit ihren Tieren kleine Übungen vollführen: den Hund ablegen und einmal um ihn herum gehen, samt Hund eine 270-Grad-Drehung machen, schneller oder langsamer gehen. „Rallye Obedience“ heißt das und ist laut Oliver Joffroy „der Zukunftssport schlechthin“.

Joffroy ist Vorsitzender des Polizeihundvereins (PHV) Elmshorns. Beim Tag der offenen Tür seines Vereins am Sonnabend hatten die Mitglieder einen Rallye-Obedience-Parcours aufgebaut, führten diesen relativ neuen Sport vor und ließen anschließend ihre Besucher samt Hunden ausprobieren. „Das gefällt mir ganz gut“, meinte Melanie Hinke aus Brande-Hörnerkirchen nach einer Proberunde mit ihre Border-Collie-Hündin Daisy.

Kleine Übungen nebenbei macht Hinke gern mit ihrem Hund, aber „für regelmäßigen Hundesport habe ich keine Zeit“, bedauerte die junge Frau. Trotzdem: Agility, das später am Nachmittag noch auf dem Programm steht, will sie noch mit Daisy ausprobieren. Ihre Zwillingsschwester Ramona war mit Mischling Tine unterwegs. „Sie ist eher ein Kuschelhund“, charakterisierte sie die Hündin: „Spielen ist nicht ihrs.“ Aber an so besonderen Tagen wie am Sonnabend lasse sie sich schon mal zum Sport animieren, den Rallye-Parcours schaffte sie auch.

„Witzig und interessant“ fand Kirsten Hagge die Rallye Obedience. Sie absolviert mit ihrem Dalmatiner Balou sonst Man Trailing, lässt ihn dabei Spuren bestimmter Personen verfolgen.

Die insgesamt 65 Mitglieder des PHV zeigten am Sonnabendnachmittag ihr ganzes Programm. Sie präsentierten die Hunderassen im Verein vom Leonberger bis zur englischen Bulldogge, sie bauten Parcours für Agility und Rallye Obedience auf, luden zum offenen Hunderennen und führten die „Königsklasse der Unterordnung“ vor, so das Programm: den Schutzdienst. Seit sechs Jahren dekorieren die PHV-Mitglieder einmal im Jahr den Weg durch Sibirien zu ihrem Hundeplatz mit Luftballons, klemmen sich Schilder mit ihren Vornamen an die T-Shirts, grillen und schenken Kaffee aus.

Am Rand des Platzes wurden Hundezubehör und Leckerli verkauft, eine Tierheilpraktikerin und eine Tierfotografin zeigten ihre Angebote, und in der Tombola gab es Hundebetten und -sofas zu gewinnen.

Der Einsatz zahle sich aus, meint Chef Joffroy: „In den letzten drei Jahren sind zehn neue Mitglieder gekommen“ – geworben bei den Tagen der offenen Tür. In jedem Jahr lädt der PHV eine befreundete Organisation ein, die vorführt, wie bei ihnen „der Hund gearbeitet“ wird, wie es im Fachjargon heißt. Diesmal war die Rettungshundestaffel des Segeberger Roten Kreuzes in Sibirien und zeigte, wie ihre Hunde bei der Suche nach Vermissten über Hindernisse klettern und durch schwarze Tunnel huschen. Ein Flächensuchhund muss alle eineinhalb Jahre eine Prüfung ablegen und dabei innerhalb von 20 Minuten ein 30.000 Quadratmeter großes Gelände absuchen.

Andere Hunde konzentrieren sich auf den Geruch einer einzelnen Person; sie werden eingesetzt, wenn jemand vermisst wird: Die verschwundene Seniorin aus dem Altersheim ist das klassische Beispiel. Bloodhound Hugo führte vor, wie energisch er an der Leine zieht, wenn er seine Fährte aufgenommen hat: Für seinen Führer gehören Handschuhe zur Grundausstattung.

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