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Elmshorner Nachrichten

22. August 2017 | 13:55 Uhr

Supernormal: Rundgang mit SPD-Promis

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtumbau Wandel in Augenschein genommen

Es war ein Stadtrundgang mit geballter SPD-Prominenz. Gut eine Stunde lang nahm die Gruppe um Thomas Oppermann die Krückaustadt in Augenschein. Beim Besuch des Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion stand der Stadtumbau West im Mittelpunkt. Besichtigt wurden unter anderem der Buttermarkt, die Baustelle des Hauses der Technik, sowie die Knechtschen Hallen.

Los ging es kurz nach 9 Uhr im Rathaus, wo sich die Sozialdemokraten im Büro von Stadtrat Dirk Moritz trafen. Mit dabei waren der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann, die Landtagsabgeordnete Beate Raudies, sowie der Elmshorner SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Lenk und Johanna Skalski.

Bevor der Fußmarsch in Angriff genommen wurde, erklärte Moritz kurz die Geschichte des Stadtumbaus West. Das Areal sei vom Stadtkollegium 2008 zum Sanierungsgebiet erklärt worden, 2011 sei dann der Rahmenplan erstellt worden. Was auf der Fläche jetzt noch stehe, seien fast alles denkmalgeschützte Bauwerke.

„Hier soll ein lebendiges modernes Quartier entstehen“, sagte Moritz. Ein weiteres Ziel sei es, den Pkw-Verkehr deutlich zu reduzieren. Die Stadt allein könnte die Kosten nicht stemmen. Möglich werde der Stadtumbau dank Fördermitteln von Land und Bund.

Ernst Dieter Rossmann ging auf die Geschichte Elmshorns ein. Die Stadt lasse mit dem Umbau „den zweiten Weltkrieg hinter sich“. Elmshorn sei in den Kriegsjahren als wichtiger Industriestandort Ziel alliierter Luftangriffe gewesen, die tiefe Spuren hinterlassen hätten. Heute sei Elmshorn eine bemerkenswert dynamische Stadt. Ein Urteil, dem sich auch Thomas Oppermann anschloss. „Die meisten Städte sind fertig“ und böten für Stadtplaner wenig Entfaltungsspielraum. Das sehe in Elmshorn aktuell ganz anders aus. „Hier ist richtig gestaltende Städtebaupolitik möglich“, sagte der Berliner SPD-Fraktionschef mit Blick auf das kreative Potenzial.

Bevor es ins Freie ging, überreichte Moritz dem Berliner Sozialdemokraten noch eine Karte mit dem Elmshorn-Slogan „supernormal“, der bei Oppermann spontan auf Gegenliebe stieß. „Da kann man ganz viele Wortspiele mit machen“, außerdem „wird viel darüber geredet“. Für Oppermann war es der zweite Besuch in der Krückaustadt. Beim ersten Mal sei er bei Rossmann zu Gast gewesen, und „da habe ich wenig von der Stadt gesehen“.

Dieses Mal gab es mehr zu entdecken. Der erste kurze Stopp wurde am Buttermarkt eingelegt - samt Blick auf das Kölln-Flocken-Werk. Ein Unternehmen, das auch Oppermann ein Begriff war. Weiter ging es zum Haus der Technik. An der nur ein paar Schritte entfernten Baustelle wartete Planer Thomas Beiersdorf von der Stadtentwässerung Elmshorn, um die Details zu erklären.

Ein Problem sei der Wasserstand im Hafengebiet. Ein anderes stecke tief im Untergrund und sorge für Faulgase. Ein Grund seien die ehemaligen Wäschereien in dem Gebiet. Bis Anfang 2018 soll der Bau stehen, erklärte Moritz. Sechs Millionen Euro seien dafür eingeplant.

Weiter ging es zu den Knechtschen Hallen, deren Optik nicht nur Beate Raudies lobte. Doch bislang gehe es mit der Sanierung des Gebäudes eher schleppend voran. Oppermanns Fazit nach dem Stadtrundgang: „Der Elmshorn-Slogan bestätigt sich.“ Die Krückau-Metropole sei eine „normale angenehme Stadt mit Ambitionen“.

Karte
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erstellt am 28.Jul.2017 | 17:21 Uhr

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