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Elmshorner Nachrichten

18. August 2017 | 09:34 Uhr

Studie: Stadt unterschätzt ihr Potenzial

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorner sehen mehr Negatives statt Schönes

Die Einwohner von Elmshorn sind laut einer Studie eigentlich zufrieden mit dem Leben und dem allgemeinen Angebot in ihrer Stadt. Die wissenschaftliche Untersuchung „Marke Elmshorn“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule Nordakademie beleuchtet dabei sowohl die positiven als auch negativen Faktoren der Kommune. Die bemerkenswerte Dokumentation, die gestern öffentlich vorgestellt wurde, zeigt jedoch auch eine klischeehafte Sichtweise der Befragten. Ansich sei Elmshorn ein schönes „Dorf“ – eine Mittelstadt mit viel Potenzial. Allerdings mit einem Schönheitsfehler. Die Einwohner der Krückaumetropole haben einen Minderwertigkeitskomplex. Sie betonen mehr die negativen Dinge anstatt sich an den positiven Werten zu erfreuen.

Der Bahnhofsbereich, das Quartier Vormstegen oder die Königstraße seien nach Angaben der 617 Teilnehmer der Umfrage keine Aushängeschilder der Stadt. Während hingegen der Rosengarten und Liether Wald stellvertretend für das viele Grün auch innerorts als positiv angesehen werden. Vor allem aber begründe die gute Anbindung an den Bahnverkehr, der Kulturbetrieb sowie das Sportangebot ein lebenswertes Umfeld. „Elmshorn bietet im Vergleich zu Kommunen wie Pinneberg, Halstenbek oder Norderstedt das beste Preis-Leistungsverhältnis“, erklärt Nordakademie-Professor Lars Binckebanck.

Leider würden die Teilnehmer der Studie ihre Stadt schlechter darstellen als sie wirklich ist. „Die Elmshorner sind nicht stolz auf ihre Stadt“, so Binckebanck. Die Befragten beschwerten sich, dass jahrelang zu wenig für ein schönes Stadtbild getan wurde. Sie sehen vor allem Negatives, verlieren dabei aber den Blick auf die schönen Dinge der Stadt – ein psychologisches Problem. Die Aussagen seien angesichts der wenigen Teilnehmer rein wissenschaftlich gesehen zwar nicht abbildbar, dennoch spiegele die Masse an kongruenten Angaben diesen Eindruck wider.

„Angesichts der differenzierten Angaben bin ich mir nicht bange um die Zukunft der Stadt“, so Binckebanck. An einem Slogan als Marke für Elmshorn müsse jetzt gefeilt werden. Man müsse die „Stärken stärker betonen“ und einen positiven Ruck durch die Bevölkerung gehen lassen.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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