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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 16:26 Uhr

Elmshorn : Streuobstwiesenfest feiert Comeback

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

2008 fand die große Familienveranstaltung zum letzten Mal statt. Am 3. Oktober erweckt Björn Hansen sie jetzt wieder zu neuem Leben.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Elmshorn | „Der Himmel weint zum Abschied“ – so titelten die Elmshorner Nachrichten beim letzten Streuobstwiesenfest vor acht Jahren. Zehn Jahre lang hatte es als eins der größten Familienfeste in der Region zehntausende Besucher angezogen. Aber irgendwann waren die ehrenamtlichen Organisatoren am Ende und die hauptamtlichen Ausrichter von der Stadt Elmshorn gingen in Rente. „Das Geheul war danach groß. Dieses Fest hinterließ eine Lücke in der Stadt“, erinnert sich Bürgermeister Volker Hatje.

Diese Lücke möchte Björn Hansen jetzt in diesem Jahr wieder schließen. Er hatte schon vor acht Jahren das Streuobstwiesenfest mitorganisiert. Jetzt, nachdem sein Steindammpark-Event „Nachhaltica“ gescheitert ist, will er dem Streuobstwiesenfest neues Leben einhauchen. „Dieses Fest hatte einen so starken Rückhalt in der Bevölkerung und eine so tolle Atmosphäre. Das konnte man nicht einfach durch ein anderes Fest ersetzen.“ Nachdem er immer wieder auf das Streuobstwiesenfest angesprochen worden sei, habe es ihn jetzt einfach in den Fingern gejuckt, dort weiterzumachen, wo er 2008 aufgehört habe.

Viele Punkte, die das Streuobstwiesenfest ausgemacht haben, werden deshalb erhalten bleiben: Es findet wieder am Tag der deutschen Einheit, am 3. Oktober, auf der alten Streuobstwiese am Ruderclub statt. Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit werden auch beim neuen Streuobstwiesenfest eine große Rolle spielen und wieder werden Familien die Hauptzielgruppe sein.

Auch wenn Björn Hansen viele Details des Programms noch nicht verraten kann oder will – das Pressen sortenreiner Apfelsorten ist auf jeden Fall schon gesetzt. „Die Wiese ist nach wie vor wunderschön, die Bäume wachsen und gedeihen dort“, sagt Hansen. Auch sonst werden die Wiese selbst, regionale Produkte und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des Festes stehen. Produzenten aus der Region, wie die Meierei Horst, werden auf dem Streuobstwiesenfest Stände aufbauen, außerdem wird es gastronomische Angebote und zahlreiche Aktionen für Kinder geben. „Aber wir haben keine alltäglichen Attraktionen. Wir haben viele Ideen, um den Menschen die Natur wieder näher zu bringen.“ Nachhaltig werden auch die Zelte sein, in denen sich die Aussteller präsentieren. Sie kommen von einem Hersteller, der auch Zelte für Flüchtlingslager bereitstellt. Ein Teil des Gewinns fließt anschließend in die Flüchtlingshilfe. „Solchen nachhaltigen Maßnahmen wollen wir auf unserem Fest Raum geben“, erzählt Hansen.

Einen Unterschied zu vor acht Jahren gibt es jedoch: Damals wurde das Fest von Umweltverbänden und der Stadt Elmshorn organisiert. Damals gab es bei der Stadt zwei Mitarbeiter auf eineinhalb Stellen, die sich ausschließlich mit der Planung des Festes beschäftigten. Diese Ressourcen stehen der Verwaltung nicht mehr zur Verfügung, die Stadt ist bei der Organisation also raus. Stattdessen wird Björn Hansens Eventagentur „Morgenwelt“ als Organisator auftreten. Unterstützt wird er von einem Pool von Ehrenamtlichen, unter anderem auch vom BUND. Als Geldgeber hat er die Stadtwerke und die Sparkasse Elmshorn gewinnen können.

Eingebunden ist die Stadt Elmshorn trotzdem in das Fest. Schließlich veranstalten Bürgermeister Volker Hatje und Bürgervorsteher Karl Holbach in diesem Jahr zum dritten Mal am 3. Oktober ihr Apfelpflücken auf der zweiten Streuobstwiese der Stadt, etwas weiter stadtauswärts in Richtung Seester. Das Streuobstwiesenfest soll aber keine Konkurrenzveranstaltung zum Apfelpflücken werden. „Beide Veranstaltungen werden sich ergänzen“, sagt Hatje. Beim Apfelpflücken geht es weiterhin nur um die Früchte, es gibt keine Stände und kein Rahmenprogramm. Da die Bäume in der Regel ohnehin sehr früh leer gepflückt sind, könnten die Besucher gleich im Anschluss zum Streuobstwiesenfest weiterfahren – und ihre Äpfel dort frisch pressen lassen. Hatje fasst zusammen: „Tingeln ist ausdrücklich erwünscht.“

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