Kibek in Elmshorn : Startschuss für das Prestige-Projekt

So soll es einmal aussehen: Semmelhaack plant außer dem Hochhaus-Umbau auch vier Neubauten auf dem Areal.
So soll es einmal aussehen: Semmelhaack plant außer dem Hochhaus-Umbau auch vier Neubauten auf dem Areal.

Arbeiten für Semmelhaack-Projekt auf dem Kibek-Areal haben begonnen. Bis Ende 2016 sollen vier Neubauten entstehen.

shz.de von
09. Juli 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Es ist nicht das größte Bauprojekt, aber das prestigeträchtigste der vergangenen Jahrzehnte in Elmshorn: Das Kibek-Hochhaus wird saniert. Jahrelang war es Sinnbild für die Verödung der Stadt. Jetzt hat der Elmshorner Immobilien-Gigant Semmelhaack mit der Wiederbelebung des toten Gebäudes begonnen. Ein Abrissunternehmen ist angerückt und hat mit der Entkernung und dem Rückbau der Hallen vor dem Hochhaus angefangen. Bis Ende September sollen sie komplett dem Erdboden gleich gemacht werden.

Danach hat Semmelhaack Großes auf dem Areal geplant: 93 Wohneinheiten sollen in vier Neubauten entstehen, weitere 63 im Kibek-Hochhaus. Auch eine schmucke Grünanlage zwischen den Häusern fehlt natürlich nicht. Das Projekt soll Ende 2016 fertig sein, dann können die Elmshorner in die neuen Wohnungen einziehen. Semmelhaack lässt sich das gesamte Projekt rund 23 Millionen Euro kosten. Für die Stadt Elmshorn ist es der erste große Schritt bei der geplanten Umgestaltung des Gebiets Krückau-Vormstegen.

Die Arbeiten auf dem Kibek-Areal haben begonnen. Nachdem die Aufstellung des hölzernen Bauzauns schon vor einigen Wochen einen baldigen Start vermuten ließ, läuft der Abriss der weißen Hallen rund um das ehemalige Teppichhochhaus nun mit einiger Verzögerung tatsächlich. Die alten Kibek-Hallen weichen, um Platz für Neues zu schaffen. Das Wohnungsunternehmen Semmelhaack hatte den seit 2006 leerstehenden Komplex Anfang 2014 erworben und will dort jetzt Wohnraum errichten.

Vom Teppichhaus zum Wohnhaus

Begonnen wird mit dem Rückbau der Fassade der Hallen. Die Platten der Fassade bestehen aus Asbest, müssen also von spezialisiertem Personal abgebaut und gesondert entsorgt werden. Bis zum Ende kommender Woche soll der Abbau abgeschlossen sein. „Gleichzeitig arbeiten die Arbeiter im Innenbereich an der Entkernung“, sagt Arne Bielenberg, Oberbauleiter bei Semmelhaack. „Hier werden zum Beispiel Teppichböden und Kabel herausgerissen und Holzteile abgebaut, weil der ganze Müll sortiert werden muss.“ Auch im Kibek-Hochhaus sind die Arbeiter zugange. Dort werden zurzeit die Aufzüge ausgebaut, um die Schächte später für die Müllentsorgung zu nutzen. „Das verringert auch die Staubentwicklung“, sagt Bielenberg.

In ein bis zwei Wochen soll der Rückbau der Fassade und die Innenarbeiten abgeschlossen sein. Dann rückt die Abrissfirma mit schwerem Gerät an. Bis Ende September werden die Kibek-Hallen dem Erdboden gleich gemacht.

Die Platten der Hallen-Fassade werden einzeln abgetragen, sie enthalten Asbest. (Foto: Pflaumbaum)
Die Platten der Hallen-Fassade werden einzeln abgetragen, sie enthalten Asbest. (Foto: Pflaumbaum)
 

Im Oktober beginnen die Arbeiten an den Neubauten und die Sanierung des Hochhauses. Letztere soll ein Jahr später abgeschlossen sein, die Fertigstellung der Neubauten ist für Dezember nächsten Jahres geplant.

Dann gibt es auf dem knapp 7500 Quadratmeter großen Areal neben dem sanierten Hochhaus vier Neubauten. Auf der Westseite, wo sich zurzeit noch ein Parkplatz befindet, sollen zwei kleinere Wohnhäuser entstehen. Auf der Ostseite entstehen anstelle der Kibek-Hallen zwei Wohnhäuser, die am Rand des Grundstückes gebaut werden. Zwischen diesen Neubauten und dem sanierten Hochhaus wird eine Grünanlage angelegt. Insgesamt 156 neue Wohnungen – 93 in den Neubauten und 63 im sanierten Hochhaus – plant Semmelhaack. Von denen in den Neubauten werden 26 öffentlich gefördert. Die Wohnungen werden eine Größe zwischen 50 und 75 Quadratmetern haben. Die Kosten für Abriss, Sanierung und Neubau liegen bei 23 Millionen Euro.

„Das Vorhaben passt von Art und Umfang her in das Sanierungskonzept Krückau/Vormstegen und ist von allen Beteiligten, das sind Investor, Politik und Verwaltung, im großen Einvernehmen zur Planreife gebracht worden und soll jetzt zügig umgesetzt werden“, sagt Hartmut Thede, Leiter der Projektentwicklung bei Semmelhaack.

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