Elmshorn : Stadtwerke in der Gewinnzone

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Das Elmshorner Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2013 mit 90.000 Euro Plus ab.

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07. Juli 2014, 10:00 Uhr

Elmshorn | „Ein kleines positives Ergebnis, das uns langfristig nicht zufrieden stellen kann“, sagt Sören Schuhknecht. Der Leiter der Elmshorner Stadtwerke kann mit einem Gewinn von 90.000 Euro für das vergangene Geschäftsjahr 2013 zwar ein positives Ergebnis vorweisen, doch so richtig freuen kann sich der Werkleiter darüber nicht. Zu schwer liegt noch die Kröte aus 2012 im Magen. 1,8 Millionen Euro Fehlbetrag musste der Energieversorger damals ausweisen. Nur mit einem konsequenten Sparkurs konnten die Stadtwerke einen erneuten Fehlbetrag vermeiden.

1,8 Millionen – diese Zahl sorgte für Häme, Kritik und Stress. Der erste Super-Gau innerhalb der vergangenen Jahrzehnte schlug große Wellen in Politik, Verwaltung und Medien. Ein weiteres Mal wollte Schuhknecht nicht in der Verlustzone landen. „Wir haben zielstrebig auf die Kostenbremse getreten, ohne die hohe Qualität unserer Versorgungssicherheit und unser Engagement in unserer Heimatregion zu gefährden“, sagte Schuhknecht im Gespräch mit unserer Zeitung. Das zurückliegende Jahr war deshalb geprägt von Konsolidierung. Insbesondere die betrieblichen Aufwendungen konnten die Stadtwerke im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren.

Zwar sei ein positives Ergebnis erzielt worden, doch sei man weit entfernt vom geplanten Ziel. Eine Million Euro hatte der ursprüngliche Plan noch als Gewinn für 2013 vorgesehen. Da wolle man künftig wieder hin. Das ginge nur mit noch effizienterem Arbeiten, Kostenreduktion und entschlossenem Blick auf regionale Wertschöpfung.

Grundlage des Erfolgs für 2013 waren Umsatzerlöse von 69,4 Millionen Euro. 39,5 Millionen entfielen auf den Bereich Strom, 22,4 Millionen auf den Bereich Gas, der Rest auf Wasser, Fernwärme, Badepark und Hafen. 6,4 Millionen Euro haben die Stadtwerke in 2013 investiert, etwa 500.000 Euro mehr als 2012. Der Großteil davon (4,6 Millionen Euro) wurde für den Ausbau und die Verbesserung der Energienetze und im Wassernetz aufgewandt. Mit etwa 1,1 Millionen Euro wurde der Badepark modernisiert.

„Wir werden konsequent unsere Energieversorgung nachhaltig weiterentwickeln sowie unsere Kundenorientierung und unsere Energiedienstleistungen weiter ausbauen“, so Schuhknecht. Für 2014 rechnet er mit einem positiven Geschäftsverlauf.

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