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Stadtteilfest Hainholz: Vielfalt der Begegnungen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jam Session und Schach gleichzeitig? „Das passt sogar“, Marcus Villaret vom Vorstand des Stadtteilvereins Elmshorn-Hainholz hatte es am Vorabend erlebt. Ursprünglich aus einer Terminüberschneidung geboren, hatte sich die Kombination als tragfähig erwiesen: Im Haus der Begegnung in Hainholz fanden Treffen der Musiker und der Schachspieler parallel statt, wer seine Partie beendet hatte, ging rüber auf die Bühne und umgekehrt.

Sachen zusammenführen, die auf den ersten Blick nicht passen und scheinbar Unmögliches ausprobieren: Diese Tugenden sind in der Arbeit des Stadtteilvereins gefragt. Entsprechend bunt geht es zu, wenn der Verein zu seiner großen jährlichen Feier einlädt: Am Sonnabend fand im und rund ums Haus der Begegnung (HdB) das neunte Hainholzer Stadtteilfest statt. Diesmal mit zwei Tagen Vorprogramm, dazu gehörte auch am Freitag der Abend mit Jam Session und Schach.

Judo, Slam Poetry, Trompete, kurdische Folklore, Kinder-Yoga – auf der Bühne im Garten präsentierte sich eine pralle Vielfalt. Am Bühnenrand drängten sich Kinder mit bunten Gesichtern, der Schminkstand um die Ecke war ständig umlagert. Familien aus dem arabischen Raum, denen deutsche Teenager ihre pubertären Texte zu schräger Rockmusik entgegenschleudern und -jaulen: Toleranz und sein lassen waren auf allen Seiten gefragt.

Der Sportverein FTSV, die Friedenskirchengemeinde, die benachbarte evangelische Kita, die AWO und das HdB hatten sich für das Fest mit dem Stadtteilverein zusammengetan. Erster Vorbote des Feier-Wochenendes war ein Backspaß für Kinder am Donnerstag. Die Kleinen waren so produktiv, dass einige ihrer Produkte am Sonnabend als Kuchenspende aufs Buffet kamen. Am Freitag lud der Stadtteilverein nachmittags zu Bingo und Tanztee.

Die Familie Mahmora war am Sonnabend vor allem wegen des Flohmarkts gekommen. Aber Midat Mahmora, seine Frau Hanna Icho und die Töchter Gladis (8) und Ishtar (10) begeisterten sich vor Ort vor allem für das Essen. Alle vier kauten Bratwürste. Die bereitete der SPD-Stadtverordnete Michael Schinkel am Grill zu, hergestellt aus Rinder-, Geflügel- oder Schweinefleisch. Mahmoras kamen vor zwei Jahren aus Syrien nach Elmshorn, freuten sich an ihren Würsten und Vater Midat war eine Botschaft besonders wichtig: „Alle Menschen in Deutschland sind sehr nett“. Die achtjährige Gladis hatte vor dem Essen noch ihren Lieblingsplatz beim Stadtteilfest entdeckt: „die Hüpfburg“.

„Wir sehen die Brücken, die geschlagen wurden“, sagte Vereinsvorstand Villaret zufrieden. Verschiedenste Angebote und Organisationen treffen immer wieder aufeinander und dabei entstehen Kontakte, von denen viele beim Stadtteilfest sichtbar wurden. Rund 500 Besucher kamen am Sonnabend zum HdB: Nutzer, Nachbarn, Engagierte.

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