Sommerzeit ist Lesezeit : Stadtbücherei Elmshorn lockt Jugendliche mit Ferien-Lese-Club

Der Ferien-Lese-Club empfiehlt sich besonders für Jugendliche. Ansprechpartnerin ist Dagmar Siering.
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Der Ferien-Lese-Club empfiehlt sich besonders für Jugendliche. Ansprechpartnerin ist Dagmar Siering.

Nachwuchsleseratten werden für gelesene Bücher ausgezeichnet, aktuell haben sich schon 80 Teilnehmer angemeldet.

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29. Juli 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Ob im Urlaub am Strand, im Hotel am Pool, im Park, im eigenen Garten oder im angenehm kühlen Wohnzimmer, ein Buch gehört dazu. Die Stadtbücherei Elmshorn sorgt dafür, dass der Lesestoff nicht ausgeht: Insgesamt 80.000 Medien stehen in ihren Regalen zum Ausleihen bereit.

Für Jugendliche empfiehlt sich besonders der Ferien-Lese-Club. Jugendliche, die nach den Sommerferien mindestens in die fünfte Klasse gehen, suchen sich ein Buch aus, lesen es und beantworten danach drei Fragen zum Buch. Dann bekommen sie eine Auszeichnung – Bronze für ein Buch, Gold ab sieben gelesenen Büchern. Und die Auszeichnung kann sich sogar positiv auf die Schulnote auswirken. Gut fünfhundert Bücher stehen zur Auswahl, „eine bunte Mischung“, sagt Martina Oldendorf, Bibliothekarin bei der Stadtbücherei. „Wir haben viel Mystery und Fantasy dabei, aber auch Krimis oder Pferdebücher“, sagt Oldendorf weiter.

In Elmshorn werde der Leseclub super angenommen. Die Anmeldungsphase für den Leseclub läuft seit dem 13. Juli, schon jetzt nehmen 80 Jugendliche teil. „Im letzten Jahr hatten wir fast 200 Teilnehmer“, sagt Oldendorf. Bis zum letzten Ferientag gibt es noch die Möglichkeit, mitzumachen.

Aber auch für Erwachsene und die, die nicht am Leseclub teilnehmen können oder wollen, hat Martina Oldendorf einige Lesetipps:Für Jungen zwischen acht und zehn Jahren empfiehlt sie „Beast Quest“ von Adam Blade. In der mehrbändigen Serie geht es um eine Gruppe von Kindern, die bei verschiedenen Abenteuern auf sagenhafte Ungeheuer trifft.

Für Mädchen im selben Alter eigne sich „Lotta-Leben“ von Alice Pantermüller. „Das ist eine typische Mädchengeschichte, mit der sich Mädchen gut identifizieren können“, sagt Oldenburg. In „Lotta-Leben“ geht es um Lottas Alltag in der Schule, der Familie oder mit Freunden.

Für etwas ältere empfiehlt Oldendorf „Lilith’s Parker“ von Janine Wilk. Darin geht es um ein Mädchen, das eine magische Parallelwelt voller Geister, Vampire und Skelette entdeckt. „Die Geschichte eignet sich besonders gut, weil sie nicht nur gruselig und aufregend ist, sondern auch lustig“, sagt Oldendorf.

James Dashners „Der Game-Master“ handelt von einem Jungen, der sich am liebsten nur in der fiktiven Welt seiner Computerspiele aufhält und die Folgen davon. Das Buch eignet sich besonders für Jugendliche.

Ebenfalls für Jugendliche, aber auch für Erwachsene eignet sich Jasmine Wargas Bestseller „Mein Herz und andere Schwarze Löcher“. Darin geht es um zwei Jugendliche, die sich in einem Forum für Selbstmörder kennenlernen. Gemeinsam planen sie ihren gemeinsamen Selbstmord, allerdings verläuft dann alles anders.

Für Erwachsene seien besonders die Bücher interessant, die als „Norddeutsche Krimis“ bezeichnet werden, sagt Oldendorf. Eva Almstädt und Klaus-Peter Wolf sind Autoren, die sie besonders hervorhebt. Für das Genre der „Norddeutschen Krimis“ hat die Stadtbücherei inzwischen sogar ein extra Regal eingerichtet.

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