zur Navigation springen

Stadtarchiv: Hier ist Geschichte gut aufgehoben

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

In Elmshorn sitzt das Gedächtnis im Keller. Genauer gesagt, im Untergeschoss der Weißen Villa an der Schulstraße. Dort hat das Team des Stadtarchivs seit Anfang der 1980er Jahre ihr Domizil. Wer allerdings glaubt, die Mitarbeiter sammeln und ordnen im Verborgenen, der irrt. Die Mitarbeiter registrieren reges Interesse der Bevölkerung. Das belegt die Bilanz der Einrichtung für 2013.

Mehr als 600 Besucher wollten während der Sprechzeiten – jeweils montags – im Stadtarchiv nach Daten forschen. Fast 3000 Nutzer meldeten sich telefonisch oder stellten per Mail und Brief Anfragen an die Archiv-Mitarbeiter. „Das kann sich sehen lassen, unser Image bei der Bevölkerung ist sehr gut“, sagt Peter Köhnke, Mitarbeiter des städtischen Amtes für Kultur- und Weiterbildung und Leiter des Stadtarchivs. Ihm steht ein Team mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern (eine Planstelle) und sechs Ehrenamtlichen zur Seite. Sie bewahren das Gedächtnis der Stadt.

In den Magazinen lagert unter anderem eine umfangreiche Sammlung der Elmshorner Zeitungen (Elmshorner Nachrichten ab 1885). Außerdem sind in der Weißen Villa Bücher, wie die Werke des Heimatforschers Konrad Struve, Adressbücher, Protokolle ab 1850, Urkunden, Karten, Tonaufnahmen, Pläne und mehr als 1,5 Millionen Fotos zu finden. Alles ist interessierten Nutzern zugänglich. Das Archiv ist Anlaufstelle für Forschungen zur Stadt-, Familien-, Vereins- und Firmengeschichte.

Grundsätzlich ist die Nutzung des Elmshorner Stadtarchivs kostenfrei. Doch für Fotokopien Beglaubigungen, Bescheinigungen, Zeugnisse oder Recherchen der Mitarbeiter werden Gebühren erhoben.

Das Elmshorner Stadtarchiv ist gut vernetzt und kooperiert unter anderem mit dem Landesarchiv Schleswig-Holstein. Die Elmshorner profitieren von Weiterbildungen und Seminaren. „Wir haben landesweit einen sehr guten Ruf und sind mit unserer Arbeit bei den Mittelstädten ganz weit vorn“, sagt Archiv-Chef Peter Köhnke.

Dafür, dass das so bleibt, sorgt der Verein zur Förderung des Stadtarchivs, der seit 2005 besteht. Der Verein unterstützt die Einrichtung finanziell zum Beispiel bei der Anschaffung von Regalanlagen, Rechnern oder Möbeln. Peter Köhnke: „Wir sind sehr danbar für die unverzichtbare Hilfe des Vereins.“

Sehr erfolgreich war das Archiv-Team im vergangenen Jahr mit der Schriftenreihe „Materialien zur Elmshorner Geschichte“. Die Bände zu Themen wie Opfer des 2. Weltkriegs, Handel und Gewerbe oder 100 Jahre Bismarckschule fanden viele Abnehmer. Weitere Bände sind geplant.

Viel Arbeit kommt auf das Archivteam künftig mit der Übernahme wichtiger Verwaltungsakten aus der Altregistratur des Rathauses zu. Wie die große Masse der Akten gelagert werden soll, ist noch nicht klar. Zurzeit sind die Archiv-Mitarbeiter dabei, das Material zu sichten und zu entscheiden, was überhaupt erhaltenswert ist.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 21.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen