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Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 02:53 Uhr

Stadt weitet Kampf gegen Krähen aus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Sie bevölkern den Himmel über Elmshorn zu hunderten: Saatkrähen. Die Population in der Stadt ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Nun verschärft Elmshorn nochmals den Kampf gegen die bei vielen Bürgern unbeliebten Vögel. Nachdem die Vergrämung mit Hilfe von Panikrufen der Saatkrähen aus einem Lautsprecher an der Bismarckschule erste Erfolge gezeigt hat, wird diese Methode jetzt ausgeweitet.

von
erstellt am 18.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Die Stadt verstärkt ihre Anstrengungen, der Krähenplage Herr zu werden. Es sind zwei weitere Lautsprecheranlagen aufgebaut worden, um den Vögeln das Leben schwer zu machen. Sogar von der Nikolaikirche aus werden die Tiere nun bekämpft.

Bislang gab es eine dieser Anlagen in der Bismarckstraße und zwar am historischen Gebäude der Bismarckschule. Über diese Anlagen werden Angst- und Panikschreie der Saatkrähen abgespielt. Ziel ist es, die Tiere zu vertreiben. Denn die sind vielen Bürgern ein Dorn im Auge, weil sie Lärm und Dreck machen, aber geschützt sind. Insgesamt gibt es rund 1000 Krähenpaare in Elmshorn.

„Wir sind der Meinung, dass sich die Anzahl der Krähen dort deutlich reduziert hat“, sagt Jörg Schmidt-Hilger, Umweltplaner der Stadtverwaltung, über den Erfolg der bis vor Kurzem einzigen Lautsprecheranlage an der Bismarckschule.

Deshalb wurde nun nachgerüstet. Die zweite Anlage ist ebenfalls in der Bismarckstraße installiert und zwar auf der Blauen Schule. Die dritte Anlage wurde an der Nikolaikirche installiert, um den Alten Markt möglichst krähenfrei zu halten. Allerdings gehe die Population in der beschallten Region nicht sofort auf null zurück, so Schmidt-Hilger.

Mehr Möglichkeiten als die geschützten Tiere mit Angst- und Panikschreien per Lautsprecher zu stören, haben der Umweltplaner und seine Kollegen nun nicht mehr. Bis zum 15. März konnten sie zwecks Vertreibung der Vögel noch Schreckschüsse einsetzen. Und sie durften die Nester der Krähen zerstören. Das ist nun vorbei.

Das Programm der Beschallungsanlagen ist unterschiedlich programmierbar. „Wir wollen auf keinen Fall ein Schema erkennen lassen“, sagt der Umweltplaner. Er ist froh, dass sowohl die Kirchengemeinde als auch die Denkmalpflege eingewilligt hat, eine der Anlagen an der Kirche anzubauen. Rund 3500 Euro kostet eine Beschallungsanlage. „Wir hoffen, dass sie lange halten“, sagt Schmidt-Hilger.

Die Anlagen sollen auch nicht ständig im Einsatz sein. „Während der Gottesdienste in der Nikolaikirche und zu Zeiten der Abi-Klausuren in der Bismarckschule werden sie abgeschaltet“, so Schmidt-Hilger.

Mittlerweile sorgen die Krähen dafür, dass Elmshorn weit über seine Grenzen hinaus bekannt wird. Nachdem bereits die Bild-Zeitung darüber berichtet hatte, folgt nun im Mai ein Beitrag der ZDF-Reihe Terra X.

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