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Elmshorner Nachrichten

14. Dezember 2017 | 20:37 Uhr

Stadt verteilt jeden Tag 57 Strafzettel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorn nimmt durch Falschparker 270 000 Euro ein

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Erneut lassen Falschparker die Elmshorner Kassen klingeln. Satte 270  000 Euro konnte die Stadt im vergangenen Jahr über Verwarnungs- und Bußgelder einnehmen. Pro Tag schrieben die städtischen Mitarbeiter 57 Knöllchen.

Dennoch ist die Disziplin der Autofahrer eindeutig besser geworden. Denn in den Jahren zuvor mussten die städtischen Mitarbeiter öfter Strafzettel schreiben. Damals waren es im Durchschnitt täglich 61. Oder anders ausgedrückt: Während die Kontrolleure 2014 noch 22  200 Mal Knöllchen unter die Scheibenwischer der Autos klemmten, waren es im vergangenen Jahr nur noch 20  800.

Und entsprechend verringerte sich die Einnahme der Stadt: Nach rund 290  000 Euro 2014 kamen im vergangenen Jahr eben nur noch rund 270  000 Euro zusammen.

Allerdings waren längst nicht alle Falschparker mit dem von der Stadt verhängten Verwarnungsgeld einverstanden. „In 200 Fällen mussten wir Erzwingungshaft beantragen“, berichtet Martina Sözen, Leiterin des Amtes für Bürgerbelange bei der Stadtverwaltung.

Üblicherweise müssen die Falschparker Verwarnungsgelder berappen. Wenn sie, ohne das schriftlich zu begründen, nicht zahlen, wird automatisch ein Bußgeld eingefordert. Rund 2000 Mal war das 2015 der Fall.

Reagiert der Falschparker dann immer noch nicht, beantragt die Stadt schließlich Erzwingungshaft. Fürs Falschparken ins Gefängnis wollte dann aber doch keiner der säumigen Schuldner. Sie zahlten nach der Haftandrohung.

Vier Mitarbeiter sind im Auftrag der Stadt unterwegs, um den ruhenden Verkehr zu überwachen. Jeweils zwei Personen werden in zwei Schichten eingesetzt. Sie sind fast ausschließlich in der Innenstadt im Einsatz. Im Außenbereich, so Sözen, werden sie höchstens nach Absprache mit der Polizei tätig. Und zwar dann, wenn es irgendwo ein besonders großes Problem mit Falschparkern gibt.

Die 270  000 Euro Einnahme kann die Stadt übrigens nicht komplett für den Haushalt einplanen. Nach Abzug der Kosten reduziert sich die Summe auf einen fünfstelligen Betrag.

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