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Elmshorner Nachrichten

23. Oktober 2017 | 15:38 Uhr

Streit um Funkturm : Stadt verliert Prozess

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schlechte Nachricht für die Anwohner rund um den Sportplatz der SV Lieth: Der Funkmast bleibt stehen. Die Stadt ist mit einer Klage gegen die Deutsche Funkturm GmbH gescheitert.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 16:00 Uhr

„Das ist bedauerlich“, sagt Bürgermeisterin Brigitte Fronzek nach dem Urteil. Im Sinne der Anwohner wollte die Stadt Elmshorn erreichen, dass der 40 Meter hohe Turm abgebaut und an anderer Stelle errichtet wird.

Der Zoff um den Turm hatte bereits 2007 begonnen. Anwohner beschwerten sich bei der Stadt. Sie sorgten sich wegen der Funkwellen nicht nur um ihre Gesundheit, sondern wollten den störenden Mast nicht länger ständig vor Augen haben. In Gesprächen mit der Stadt bot damals sogar ein Anwohner an, sämtliche Kosten für den Umzug zu tragen. Ein Gelände stand auch zur Verfügung. „Wir wollten den Turm am Wasserwerk errichten. Da hätte er niemanden gestört“, sagt Fronzek. Die Stadt suchte das Gespräch mit der Deutschen Funkturm. Schließlich hat die Gesellschaft die Fläche für den Mast von der Stadt gepachtet. Zunächst signalisierte der Mast-Betreiber auch Bereitschaft zum Umzug. Als jedoch die Anwohner mit einer Klage gegen die Stadt als Pächter gescheitert waren, dass diese den Mast entfernen lassen solle, machte die Gesellschaft doch noch einen Rückzieher. Sie wollte den Turm plötzlich partout nicht mehr versetzen.

Da die Stadt das Anliegen der Anwohner grundsätzlich unterstützte, klagte sie nun gegen die Deutsche Funkturm. Ziel war es, den Pachtvertrag aufzulösen. Doch die Richter entschieden gegen die Stadt. Dass Fronzek als Bürgermeisterin den Pachtvertrag seinerzeit nicht unterschrieben habe, reiche für eine Aufkündigung nicht aus. „Wir haben alles probiert, um dem Wunsch der Anwohner gerecht zu werden. Leider hat es nicht geklappt“, sagt Fronzek. Die Verwaltung prüfe nun, wie der Vertrag möglichst zügig rechtswirksam gekündigt werden kann. Eins ist laut der Bürgermeisterin aber jetzt schon sicher: Die Stadt wird in Zukunft keine Flächen mehr an die Deutsche Funkturm verpachten.

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