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Die Bürgermeister der Stadt-Umland-Kooperation (SUK) besiegeln den neuen Entwicklungsplan für die Region.
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Die Bürgermeister der Stadt-Umland-Kooperation (SUK) besiegeln den neuen Entwicklungsplan für die Region.

Auch künftig wird Elmshorn über Wohn- und Gewerbeflächen zusammen mit zehn Umlandgemeinden entscheiden

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20. Januar 2018, 16:09 Uhr

Eine gesunde Kommune blickt immer in die Zukunft. Was ist der beste Platz für einen Gewerbepark? Wo sollen Familien bauen dürfen und wie? Solche Entscheidungen müssen gut überlegt sein, denn sie bestimmen maßgeblich über die Lebensqualität und den Zustand der Kommune in der Zukunft.

Auch Elmshorn befasst sich regelmäßig mit diesen Themen. Das besondere hier: Elmshorn macht das nicht alleine, denn seit 2009 werden solche Fragen in der Stadt-Umland-Kooperation (SUK) zusammen mit zehn Umlandgemeinden verhandelt. Gemeinsam beschließen hier die Gemeinden Altenmoor, Horst, Kiebitzreihe, Klein Nordende, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Kölln Reisiek, Raa-Besenbek Seester, Seestermühe, Seeth-Eckholt mit der Stadt Elmshorn über zukünftige Wohn- und Gewerbeflächen der Region. Nun wurde der aktualisierte Entwicklungsplan beschlossen und in der Weißen Villa vorgestellt. Die neue Fassung beschreibt die Entwicklungspläne bis 2020 und war durch den erhöhten Siedlungsdruck nötig geworden. Schon 2014 reagierte die SUK mit einer Neubewertung; im Mai 2016 wurde die Fortschreibung beschlossen.

Elf Bürgermeister unterschrieben den neuen Plan – und lobten die Zusammenarbeit. So spricht Volker Hatje, Bürgermeister von Elmshorn (parteilos), von einem vertrauensvollen und ehrlichen Umgang miteinander. „Wir haben immer versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden und sind dabei respektvoll miteinander umgegangen.“

Den Vorteil einer gemeinsamen Entwicklungsperspektive sieht Hatje auch in der Verbesserung der Verhandlungsposition. So müssen die Pläne mit Naturschutzbehörden, Landes- und Regionalplanungen abgestimmt werden. „Wenn wir uns einig sind, nehmen wir dem Land die Bedenken. Dieser Zusammenhalt hat unsere Position gestärkt.“ Thorsten Rockel (SPD), Bürgermeister von Seestermühe, stellte einen weiteren Vorteil heraus: „Als kleine Gemeinde wäre unser Entwicklungspotenzial ohne SUK sehr überschaubar gewesen.“

Als wichtiges gemeinsames Projekt planen Kölln-Reisiek und Elmshorn ein gemeinsames Gewerbegebiet an der A23. Ende Januar will Kölln-Reisiek den Vertrag unterschreiben.

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suk.elmshorn.de

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