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Elmshorner Nachrichten

19. Oktober 2017 | 14:46 Uhr

Stadt ist heiß auf die Container

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jugentreffpunkt Zwei Pavillons vom Land sollen im Steindammpark aufgestellt werden / Schulen haben kein Interesse

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2017 | 16:44 Uhr

Jetzt also doch: Die Stadt Elmshorn will sich zwei Container sichern, sie – wenn möglich – beim Gebäudemanagement Schleswig-Holstein reservieren. Das hat der Schul- und Jugendausschuss am Mittwochabend mit großer Mehrheit beschlossen. Geplant ist ein Treffpunkt für Jugendliche, eine Art Jugendcafé. Die beiden Container sollen im Steindammpark aufgestellt werden, in der Nähe der Sportanlagen. Dort sind Toiletten vorhanden. Das hatte sich der Kinder- und Jugendbeirat gewünscht. Ob von den 800    Containern die das Land verschenkt, weil sie für die Flüchtlingsunterbringung nicht mehr benötigt werden, überhaupt noch welche zur Verfügung stehen, ist aber noch gar nicht klar.

Die Verwaltung hatte sich gegen die Container-Lösung ausgesprochen. Für Transport, das Aufstellen und die Ausstattung wurden Kosten in Höhe von zirka 8000 Euro errechnet.

Doch bis auf die CDU – sie enthielt sich der Stimme – wurde das Container-Projekt politisch einhellig auf den Weg gebracht. „Das ist eine günstige und schnelle Möglichkeit, den Treffpunkt zu realisieren. Die müssen wir nutzen“, betonte SPD-Mann Arne Klaus.

Die Container-Idee von Pascal Mangels (FDP) wird nach langen Diskussionen jetzt doch umgesetzt. „Ich bin mir sicher, dass uns bei der Finanzierung des Vorhabens Sponsoren unterstützen werden.“ Es gehe darum, einen Ort für die Jugendlichen zu schaffen, der zu festen Zeiten geöffnet hat. Der Einsatz von pädagogischem Personal wie es das Konzept des Jugendbeirates vorsieht, sollte erst in einem zweiten Schritt angegangen werden. Der Jugendtreff soll zwischen März und Oktober an drei Wochentagen öffnen. Laut Grünen-Fraktionschefin Silke Pahl sei der Standort im Steindammpark umsetzbar. Nach Rücksprache mit den Elmshorner Stadtwerken seien die Anschlüsse für die Pavillons kein Problem. Ein Alternativstandort am Koppeldamm kommt laut Stadt aus ökologischen Gründen nicht in Frage.

Container: Die Grundschulen wollen sie nicht einmal geschenkt haben. Auf Nachfrage hatte keine Einrichtung Interesse angemeldet. Kein Wunder: Die Stadt Quickborn hatte mitgeteilt, dass die Container für Schule und Kitas als Aufenthaltsraum nicht geeignet sind, da sie nicht dem Brandschutz entsprechen.

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