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Elmshorner Nachrichten

16. Dezember 2017 | 08:42 Uhr

Förderung : Sportvereine in Elmshorn atmen auf

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zuschüsse erhalten in Elmshorn jetzt alle Vereine, die mindestens 20Mitglieder bis 26 Jahre aufweisen. Zudem gewährt die Politik eine Übergangsfrist.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Viele Elmshorner Sportvereine mussten lange zittern – die meisten können jetzt aufatmen. Der Sportausschuss hat am Donnerstagabend die neue Sportförderrichtlinie einstimmig beschlossen und dabei den heftig umstrittenen Paragrafen 2 – er regelt, wer  überhaupt berechtigt ist, einen Zuschuss zu erhalten – entscheidend entschärft.

Zuschüsse erhalten jetzt alle Vereine, die mindestens 20 Mitglieder bis 26 Jahre aufweisen. Die Altersvorgabe wurde um acht Jahre heraufgesetzt.Zudem wird den 33 Elmshorner Vereinen eine zweijährige Übergangsfrist eingeräumt, um das zweite wichtige Förderkriterium zu erfüllen. Bis 2019 muss zusätzlich der Gesamtanteil der Mitglieder bis 26 Jahre bei mindestens 20 Prozent liegen. „Mit dieser Regelung fällt kaum noch ein Verein aus der Förderung raus“, betonte Bürgermeister Volker Hatje.

49 Prozent der Sportvereine hätten keinen Cent gesehen

Das sah Ende 2016 noch ganz anders aus. 49 Prozent der Sportvereine hätten keinen Cent gesehen, weil sie die schärferen Kriterien nicht erfüllt hätten. Die Stadt Elmshorn stellt für die Sportförderung pro Jahr 130.000 Euro zur Verfügung. Auf Ausnahmeregelungen müssen auch nach der entschärften Richtlinie der Badmintonclub, die Sportkegler, der Minigolf-Club und der Fechtverein hoffen.

Hatje stellte klar, dass von dieser Richtline schwerpunktmäßig die Vereine finanziell profitieren sollen, die eine gute Jugendarbeit leisteten. „Diese neue Sportförderrichtlinie ist kein Fallbeil für die Vereine“, sagte der Verwaltungschef. Von ihr profitieren unter anderem der Segler-Verein, die Schützengilde und die Wanderpaddler.

„Wir sind kein Sportverband“, betonte Grünen-Chefin Silke Pahl. Es sei eine politische Zielrichtung, Kinder und Jugendliche an den Sport heranzuführen. SPD-Mann Arne Klaus erklärte, dass für die Elmshorner Vereine durch die zweijährige Übergangsfrist „auch Anreiz“ geschaffen werde, die Jugendarbeit zu intensivieren. 

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