Renntag geplant : Speedway-Fahrer wollen Elmshorner Trabrennbahn nutzen

Sie wollen in Elmshorn einen Renntag organisieren: Joachim Sohn (l.) und André Pollehn mit dem Kristall-Pokal für die  Langbahn-Vizeweltmeisterschaft 1994.

Sie wollen in Elmshorn einen Renntag organisieren: Joachim Sohn (l.) und André Pollehn mit dem Kristall-Pokal für die  Langbahn-Vizeweltmeisterschaft 1994.

André Pollehn und Joachim Sohn planen eine Show mit Legenden des Sports und jungen Talenten.

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16. Februar 2018, 16:15 Uhr

Elmshorn | Sie sind Veteranen ihres Sports. André Pollehn aus Elmshorn (48) und Joachim Sohn (46) aus Waltrop haben aber immer noch jede Menge Benzin im Blut. Die beiden Speedway-Fahrer wollen ihrem Metier zu altem Glanz verhelfen. Und dabei soll die seit Jahren ungenutzte Elmshorner Trabrennbahn auf Köhnholz eine Rolle spielen. Dort planen die Motorsportler und ihre Mitstreiter eine Showveranstaltung mit Legenden der Szene und jungen Talenten.

Der Nachwuchs fehlt

„In Deutschland gibt es noch viele Speedway-Rennen, unter anderem in Brookstedt im Kreis Steinburg. Was uns aber fehlt, ist der Nachwuchs. Speedway ist bei den jungen Leuten aus der Mode gekommen“, sagt André Pollehn. Um das zu ändern, will der 48-Jährige sogar selbst wieder Runden drehen. Von ihm können junge Fahrer viel lernen. Der Elmshorner ist unter anderem Langbahn-Vizeweltmeister 1994, Deutscher Speedway-Vizemeister 1989 und Grasbahn-EM-Finalist 1998 und 2001. Pollehn soll eines der Zugpferde der Show auf der ehemaligen Trabrennbahn sein.

Comeback im Rennsattel

„Der Renntag in Elmshorn wird Abschluss einer Reihe von Speedway-Events “, sagt Mitorganisator Joachim Sohn aus Nordrhein-Westfalen. Auch er plant für die Veranstaltungen ein Comeback im Rennsattel. Seine Idee: Unter dem Motto „1000 Jahre Bahnsport“ sollen Altmeister des Sports – darunter Speedway-Legende Egon Müller – gemeinsam mit Nachwuchsfahrern auftreten. Joachim Sohn: „Zusammen sollen die Altmeister 1000 Jahre alt sein“.

Veranstaltungen soll es in Osnabrück, Vechta, Cloppenburg, Herxheim und Werlte geben. Abschluss und Höhepunkt: der Speedway-Tag in Elmshorn. Joachim Sohn und André Pollehn wollen den Zuschauern ein Spektakel bieten und gleichzeitig ihren Sport fördern. „Wir stellen uns vor, dass die alten Hasen nicht nur mit dem Nachwuchs fahren. Jeder soll einen jungen Fahrer drei Monate coachen“, so Joachim Sohn.

Es gibt noch Hindernisse

Bevor die Sause in Elmshorn steigen kann, müssen noch einige Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. „Wir verhandeln gerade mit dem Holsteiner Verband über die Nutzung der Rennbahn“, so Organisator Sohn. Problematisch seien momentan der Zustand der Anlage und die Lärmbelästigung für die Anwohner. Unterstützung erhoffen sich Sohn und André Pollehn von der Stadtverwaltung. Klappt alles, sollen frühestens im Oktober Rennmaschinen in Elmshorn starten.

Wer sich für den Speedway-Sport und die geplante Elmshorner Veranstaltung interessiert, bekommt weitere Informationen bei André Pollehn unter der Telefonnummer (0 15 90) 1 88 68 28.

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