SPD: Mehr Sozialarbeiter für Schulen

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22. Februar 2011, 08:25 Uhr

Elmshorn | "Der Ganztagsschule gehört die Zukunft." Diese Bilanz zog Detlef Witt-hinrich-Kohlschmitt am Ende der Tagung des Fachforums Schulsozialarbeit und Ganztagsschule, das die SPD Elmshorn organisierte. Und mit dieser Bilanz fand er die Zustimmung der Teilnehmer. Mit Volker Pohlmann, Leiter der Boje-Steffens-Gemeinschaftsschule in Elmshorn, Helmut Hamke, langjähriger Mitarbeiter an der Ganztagsschule KGSE und Christiane Wehrmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Elmshorn, hatte die SPD sachkundige Diskutanten für das interessierte Publikum eingeladen. Insbesondere Elternvertreter, aber auch Pädagogen und sozialpädagogische Mitarbeiter aus den Schulen waren der Einladung gefolgt.

Der Aufbau von Ganztagsschulen muss schrittweise erfolgen. Die gute Tradition der Elmshorner Ganztagsschule KGSE und die Nachfrage nach diesen schulischen Plätzen sprechen für diesen Ausbau genauso, wie die schulischen Bedürfnisse nach mehr Zeit für Schule mit Kindern und Lehrern und das Anliegen, Arbeit und Beruf für Frauen und Männer miteinander verbinden zu können, so Diskussionsleiter Witthinrich-Kohlschmitt.

Von Seiten der Pädagogen wurden in der Diskussion insbesondere die pädagogischen Chancen der Ganztagsschule herausgestellt. Die Kinder würden lernen, in der Gruppe zu leben und sich mit anderen Schülerinnen und Schülern auseinanderzusetzen und zu engagieren. Lehrerinnen, Lehrer und Freizeitpädagogen hätten gleichzeitig mehr Zeit und Möglichkeiten, sich ein umfassendes Bild von den Kindern zu machen.

Übereinstimmung in der Diskussion herrschte darüber, dass gute Ganztagsschulen auch bedeuten, die Berufsbilder, die an Ganztagsschulen vertreten sind, deutlich zu erweitern. Die Bundesinitiative, mehr Schulsozialarbeiter in die Schulen zu bekommen, wurde begrüßt. "Für Schleswig-Holstein hat der Rechnungshof hier einen Bedarf von rund 550 Schulsozialarbeitern ermittelt, der allerdings bei weitem nicht erreicht ist", sagte Detlef Witthinrich-Kohlschmitt. Die besondere Vorleistung, die Elmshorn erbracht hat, wurde auf dem Forum ausdrücklich anerkannt, so der SPD-Vertreter.

Unterstützung erhoffen sich die Befürworter von Ganztagsschulen jetzt über ein Bundesprogramm Ganztagsschule und Schulsozialarbeit, das aktuell in Bundestag und Bundesrat im Rahmen des Teilhabepaketes für sozial Benachteiligte verhandelt wird. Mit möglichen 3000 zusätzlichen Schulsozialarbeitern würde hier ein erster Schritt nach vorne getan werden können.

Für die SPD Elmshorn bleibt der Ausbau der Ganztagsschulen, wie Diskussionsleiter Detlef Witthinrich-Kohlschmitt zum Schluss herausstellte, ganz oben auf der Tagesordnung der Stadtpolitik: "Wir haben die große Chance, bei der guten Schulstruktur in Elmshorn und der guten Ausstattung mit Mensen und Räumlichkeiten hier Schule für Schule voranzugehen."

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