Horst : Spätestens Ende 2018 schuldenfrei

Noch hat das Amt  Horst-Herzhorn Schulden. Bis 2018 sollen die abgebaut werden.
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Noch hat das Amt Horst-Herzhorn Schulden. Bis 2018 sollen die abgebaut werden.

Amt Herzhorn in Sachen Finanzen auf einem guten Weg. Amtsumlage wurde erneut gesenkt. Größter Brocken sind die Personalkosten.

shz.de von
06. Januar 2015, 16:00 Uhr

Horst | Trotz hohem Fehlbetrag im Ergebnisplan und einer Verringerung der eigenen Mittel im Finanzplan steht das Amt Horst-Herzhorn im kommenden Haushaltsjahr noch relativ gut da. Davon konnten sich die Mitglieder des Amtsausschusses während ihrer jüngsten Sitzung überzeugen. Nach den Vorausberechnungen der Verwaltung wird es im Ergebnisplan einen Fehlbetrag von 795.100 Euro geben sowie knapp 100.000 Euro weniger an eigenem Geld. Am Ende des Jahres steht aber immer noch eine Summe von rund 1,2 Millionen Euro an liquiden Mitteln.

„Der hohe Fehlbetrag im Ergebnisplan resultiert in erster Linie aus den haushaltstechnisch einzusetzenden Aufwendungen für die zu bildenden Pensions-, Altersteilzeit- und Beihilferückstellungen. Diese betragen über 830.000 Euro“, sagte Amtsvorsteher Ernst-Wilhelm Mohrdiek. Dies sei allerdings nur eine rein rechnerische Zahl, da das Geld nur auf dem Papier erhoben werde und nicht zurückgelegt werden müsse. Größter Brocken des Haushaltes 2015 sind wie immer die Personalkosten. Sie belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. 130.000 Euro verschlingen die laufenden Betriebsaufwendungen für die eingesetzte EDV, den Betrieb von Servern und die laufenden Lizenzen der eingesetzten Software.

Weiteres Geld wird das Amt Horst-Herzhorn für die ergänzende Beschaffung von Büromöbeln (10.000 Euro), den Kauf eines Notstromaggregates für das Horster Verwaltungsgebäude (30.000 Euro) und ein neues Zeiterfassungsterminal (3000 Euro) ausgeben. Aufgrund des nicht unerheblichen Bestandes an liquiden Mitteln sollen in der mittelfristigen Finanzplanung zwei Darlehen mit Ablauf der Zinsbindung getilgt werden. Hierbei handelt es sich um 270.000 Euro für den Neubau des Amtsgebäudes und 200.000 Euro für den Neubau der Schlichtwohnungen. Spätestens Ende 2018 soll das Amt Horst-Herzhorn dann schuldenfrei sein. Der Schuldenstand Ende 2015 beträgt noch 605  800 Euro. Aufgrund der guten finanziellen Lage des Amtes haben die Kommunalpolitiker beschlossen, die Amtsumlage um 0,5 auf 16 Prozent zu verringern. „Das ist seit 2008 schon die fünfte Senkung der Umlage“, so Amtsvorsteher Mohrdiek. Damit entlaste man die amtsangehörigen Gemeinden nicht unerheblich. Die Aufwendungen für die Pensions- und Beihilferückstellungen des Amtes sind nicht mit eingerechnet worden. „Wenn das der Fall gewesen wäre, müsste die Umlage auf über 21 Prozent steigen. Das wollen wir den Gemeinden nicht antun“, sagte Mohrdiek.

Die Amtsausschussmitglieder genehmigten neben dem Haushalt für 2015 auch noch über- und außerplanmäßige Ausgaben für dieses Jahr. Dies waren 12.100 Euro für EDV-Betriebsaufwendungen, 8200 Euro für die Neuanschaffung eines Servers und zusätzliche Lizenzen, sowie 3000 Euro für die Anmietung von Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen. Mit über 700.000 Euro schlug die Pensions- und Beihilferückstellung zu Buche.

Besonders dankte Mohrdiek langjährig aktiven Kommunalpolitikern. Für zehnjährige Mitarbeit im Amtsausschuss wurden Frauke Biehl (Kiebitzreihe), Helga Ellerbrock (Sommerland), Marion Gaudlitz (Hohenfelde), Ernst-Hermann Greve (Kollmar), Peter Mohr (Borsfleth), Maren Nagel (Engelbrechtsche Wildnis) und Klaus Sommer (Horst) geehrt. Bereits 20 Jahre ist Kollmars Bürgermeister Klaus Kruse im Amtsausschuss tätig.

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