"Sommergarten" unterm Hammer

Das weiße Haus: Der 'Sommergarten' in der Mühlenstraße soll einen neuen Wirt bekommen.
Das weiße Haus: Der "Sommergarten" in der Mühlenstraße soll einen neuen Wirt bekommen.

Findet das Traditionshaus an der Mühlenstraße morgen einen neuen Besitzer / Zweiter Anlauf für die Zwangsversteigerung

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06. September 2011, 08:23 Uhr

Elmshorn | Wird es morgen einen neuen Wirt für die Gaststätte "Sommergarten" in der Mühlenstraße geben? Wenn es nach der Einschätzung der Sparkasse Elmshorn als Gläubiger geht, sind die Chancen diesmal recht hoch. Um 10.30 Uhr startet im Amtsgericht an der Bismarckstraße zum zweiten Mal eine Bieterstunde im Rahmen einer Zwangsversteigerung für das traditionsreiche Objekt.

Beim ersten Versuch Anfang April dieses Jahres fand sich für das ehemalige Prunkstück deutscher Küche kein Käufer. Laut eines Gutachtens hat das bebaute Grundstück des ehemaligen "Sommergartens" einen Verkehrswert von 330 000 Euro. Trotz großen Interesses kam es beim ersten Versteigerungstermin zu keiner Gebotsabgabe. Die Sparkasse Elmshorn als Gläubiger verlangte als Mindestgebot den üblichen Satz von 7/10 des Verkehrswertes. Das waren 231000 Euro. Das Mindestgebot morgen liegt bei 165 000 Euro - das sind 5/10 des Verkehrswertes. Allerdings hat die Sparkasse bis zu einem Gebot von 231 000 Euro das Recht der Einrede. Das heißt: Ein Gebot zwischen 165 000 und 231 000 Euro kann angenommen werden, muss aber nicht. Das entscheiden letztendlich die Bankvertreter.

Acht Einzel- und Doppelzimmer mit Dusche und WC sind im Obergeschoss des Gebäudes untergebracht (1953 eingerichtet, 1994 je mit Bad und WC ausgestattet). Im Erdgeschoss befinden sich Küche, Speisesaal mit 30 Plätzen und Sanitärbereiche (2005 erweitert um einen Wellnessbereich). Das Haus ist teilunterkellert. Zum Objekt gehört auch ein Innenhof, der von 1997 bis 2008 als Bier- und Weingarten sowie Event-Bühne diente. Im Hof befindet sich auch ein Nebengebäude mit zwei Wohneinheiten. Insgesamt weist das Grundstück laut Gutachten 651 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche aus bei 596 Quadratmeter Grundstücksgröße. Das gesamte Objekt ist stark renovierungsbedürftig.

Nach dem ersten Versteigerungstermin im April dieses Jahres sei es zu ernsthaften Interessensbekundungen gekommen, erklärt Eckhard Donner, Fachmann für Zwangsversteigerungen bei der Elmshorner Sparkasse. Einen Kaufabschluss habe es allerdings nicht gegeben. Dennoch: Donner sieht große Chancen und ist sehr zuversichtlich, die ehemalige Gastro-Immobilie morgen versteigern zu können.

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