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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 07:32 Uhr

Elmshorn : Sölter will die CDU nach vorn bringen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der neue Parteichef skizziert die politischen Schwerpunkte.

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Elmshorn | Es gibt sicher einfachere Aufgaben, als an der Spitze des Elmshorner CDU-Stadtverbands zu stehen. Wochenlang hatten sich führende Christdemokraten mehr miteinander als mit dem politischen Gegner beschäftigt. Nicolas Sölter (26), hat die Aufgabe dennoch übernommen. Jetzt, rund zwei Monate nach seiner Wahl, hat der neue Vorsitzende erste Pläne für die zukünftige Arbeit vorgestellt.

Auf jeden Fall werde sich der Ortsverband weiterhin in die politische Diskussion einbringen, kündigt Sölter an. Einer der Schwerpunkte soll die Finanzpolitik sein: „Wir wollen Anwalt der Steuerzahler sein.“ Steuererhöhungen, wie gerade von Bürgermeister Volker Hatje vorgeschlagen, lehnt der neue CDU-Chef strikt ab und weiß dabei die Mehrheit der Mitglieder hinter sich. Dass die klare Absage der Mitgliedschaft gegen Steuererhöhungen für die Fraktion nicht bindend ist, sei klar, sagt Sölter. „Ich gehe aber davon aus, dass sich die Fraktion an die Beschlüsse hält“, sagt er.

Denn für Sölter steht fest: „Die Stadt muss ihre Ausgaben überprüfen. Wir haben kein Einnahmeproblem. Beim Neubau der KGSE hätte es seiner Ansicht nach auch ein solider Zweckbau statt des architektonisch aufwendigen Gebäudes getan. Mit dem gesparten Geld hätte man beispielsweise die schimmelnden Wände der Anne-Frank-Schule sanieren können.

Deshalb werde die Union auch darauf achten, dass beim geplanten Umbau des Bahnhofs und dem Neubau des Rathauses „nicht die teuerste Lösung“ genommen werde. „Wir brauchen kein architektonisches Ufo, das wir in 20 Jahren wahrscheinlich nicht einmal mehr leiden mögen“, sagt er. Backsteinbauten könnten beispielsweise oftmals viel schöner sein als Glas und Beton. Die geplanten Investitionen seien zwar eine große Chance für Elmshorn. Sie dürften die Stadt aber nicht weiter überfordern.

Zudem plant die CDU das direkte Gespräch mit Vereinen, Verbänden und Organisationen der Stadt. Demnächst gibt es beispielsweise ein Treffen mit dem Freundeskreis Knechtsche Hallen. Parteiintern soll mit einer mitgliederoffenen Fraktionssitzung zum Thema Stadtumbau West der Zusammenhalt von Partei und Fraktion gestärkt werden. Ebenfalls zum Mitreden für die Mitglieder wird es eine Veranstaltung zur Parteireform geben.

Keine Kampagne zur Mitgliederwerbung

Eine spezielle Kampagne zur Mitgliederwerbung plant der neue Stadtverbandschef nicht. Zudem habe es in jüngster Zeit mehrere Neueintritte gegeben: „Wir freuen uns aber über jedes neue Mitglied. Meiner Ansicht nach ist jedoch die beste Eigenwerbung gute Arbeit in Stadtverband und Fraktion“, meint Sölter.

Der neue Vorsitzende ist zuversichtlich, dass der monatelange Streit innerhalb der CDU-Fraktion künftig keine Rolle mehr spielen wird: „Es war zum Glück keine politische, sondern eine persönliche Auseinandersetzung.“ Immerhin sei er mit 100-prozentiger Zustimmung gewählt worden.

Das stimmt. Allerdings war unter anderem Andreas Hahn während der Mitgliederversammlung nicht anwesend. Und vor der Wahl Sölters hatte es nach EN-Informationen intensive aber vergebliche Bestrebungen gegeben, einen Gegenkandidaten zu finden. Nicolas Sölter sieht das gelassen: „Man muss in einer Partei nicht mit jedem eng befreundet sein. Man muss nur gegenseitig genügend Informationen austauschen und mit Respekt miteinander diskutieren.“ Er sei sehr zuversichtlich, dass das mit dem neuen Fraktionschef Immo Neufeldt funktionieren werde.

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