Kommunalwahl 2013 : So will die CDU überzeugen

Die Themen-Schwerpunkte der Christdemokraten  finden sich auf ihren Plakaten wieder: Vorsitzender Christian Saborowski (r.), seine Stellvertreter Nicolas Sölter und Karla Fock sowie  Friederike  Driftmann (l.), Beisitzerin  im Ortsvorstand  und Spitzenkandidatin der Jungen  Union.  Foto: Amsberg
Die Themen-Schwerpunkte der Christdemokraten finden sich auf ihren Plakaten wieder: Vorsitzender Christian Saborowski (r.), seine Stellvertreter Nicolas Sölter und Karla Fock sowie Friederike Driftmann (l.), Beisitzerin im Ortsvorstand und Spitzenkandidatin der Jungen Union. Foto: Amsberg

Schwerpunkte für die Kommunalwahl in Elmshorn präsentiert / Sparsames Haushalten und Vielfalt in Schule sowie Kinderbetreuung

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27. April 2013, 08:57 Uhr

Elmshorn | Wirtschaft, Finanzen, Jung und Alt sowie Infrastruktur - das sind die vier Schwerpunkte des Programms der Elmshorner CDU für die Kommunalwahl. "Aus Erfahrung. Durch Kompetenz. Mit frischen Ideen", lautet das Motto. Mindestens ebenso wichtig: "Wir wollen das Geld der Bürger zielorientiert einsetzen und nur das versprechen, was auch bezahlbar ist", sagt Ortsvorsitzender Christian Saborowski.

"Solide Finanzen und moderne Verwaltung stellen Grundvoraussetzungen für eine Verbesserung des Wirtschaftsstandorts Elmshorn da und sind damit Grundelemente aller politischen Handlungen und unabdingbar für die Schaffung guter Infrastruktur", heißt es in dem Programm. Großen Wert legt die Union deshalb auf eine Schuldenbremse. Allerdings lehnt die CDU es ab, wie von der Landesregierung geplant, kleine Städte und Kommunen per Änderung des Finanzausgleichs zu belasten. Stattdessen setzen die Christdemokraten auf Kooperationsverträge mit den Umlandgemeinden, um so Leistungen der Stadt wie die Bereitstellung der Büchereien mitfinanzieren zu lassen.

In Sachen Verwaltung möchte die CDU flexiblere Öffnungszeiten umsetzen. Dem Bau eines neuen Rathauses haben auch die Christdemokraten zugestimmt. Ihr Ziel: "Das neue Rathaus muss funktionstüchtig sein, aber kein Prunkbau." Der Kern der Innenstadt soll gestärkt werden mit vielfältigen Angeboten des Einzelhandels sowie Restaurants und Cafés.

In Sachen Wohnungsbau will sich die CDU dafür einsetzen, dass in Elmshorn bezahlbare Wohnungen für Geringverdiener, Rentner, Studenten und Alleinstehende geschaffen werden, aber auch hochwertige Wohnmöglichkeiten, um einkommensstarke Bürgern und damit gute Steuerzahler nicht zu verlieren. "Wir brauchen Vielfalt nicht Gleichmacherei", sagt Saborowski. Vielfalt entstehe nur dort, wo unterschiedliche soziale Schichten aufeinandertreffen. Deshalb wünscht sich die CDU auch ein vielfältiges Wohnangebot in Hainholz und will Maßnahmen unterstützen, die dazu beitragen, die Mieterstruktur in diesem Stadtteil zu verändern.

In der Schulpolitik setzt die Union auf Vielfalt statt Einheitsschule. Die Schaffung von offenen Ganztagsschulen soll unterstützt und dieses Modell auch für Grundschulen angestrebt werden. Gebundene Ganztagsschulen lehnt die CDU ab: "Wir wollen keinen Zwang. Die Familien sollen selbst entscheiden können", so Saborowski.

Das gilt auch für die Kinderbetreuung. Deshalb will die Union den Ausbau der Kindertagesstätten voranbringen, aber auch weiterhin die Qualifikation von Tagesmüttern durch die Familienbildungsstätten unterstützen. Zudem sollen die ambulante Pflege und die Schaffung von Mehrgenerationenhäusern unterstützt werden.

Die Förderung von Kultur in Elmshorn wollen die Christdemokraten erhalten. Das gilt auch für den Sport. Die derzeitige Förderung ist aus Sicht der CDU das Minimum. Sollten Mittel zur Verfügung stehen, wird eine weitergehende Förderung angestrebt. Zu den Sportförderungsplänen der Union gehören auch die Sanierung von Bolzplätzen und Freizeitspielfeldern sowie eine bewegungsfreundliche Ausgestaltung der Schulhöfe der weiterbildenden Schulen.

"Ich bin sicher, wir haben ein gutes Programm, um Elmshorn noch schöner und lebenswerter zu gestalten", sagt Saborowski. Das Programm wurde einstimmig beschlossen.

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