zur Navigation springen

Kulturmesse in der KGSE : So viel Kultur steckt in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

1000 Besucher bei der ersten Kulturmesse in der KGSE. Vielfältiges Angebot an 40 Ständen und Bühnenprogramm.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2016 | 10:43 Uhr

Elmshorn | Per Megafon rief Thorsten Mann-Raudies den nächsten Auftritt auf der Bühne aus, der Frauenchor Cantamus würde in wenigen Minuten singen. Mann-Raudies stieg auf die Bühne und skizziert in wenigen Worten die Entstehungsgeschichte des Chores, dann sangen die Frauen. Viel Zeit hatten sie nicht, es ging Schlag auf Schlag: Zehn ganz unterschiedliche Auftritte in vier Stunden inklusive Umbaupausen, das war ein strammes Programm. Aber schließlich sollten möglichst viele Kulturschaffende an diesem Nachmittag die Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren.

Denn darum ging es bei der ersten Elmshorner Kulturmesse am Sonntag in der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule. An 40 Ständen präsentierten sich Organisationen und Kulturschaffende von der Märchenerzählerin bis zur Theatergruppe, vom Autor bis zur Handweberin. Musikschulen und Chöre, Bücherei und Künstlergilde stellen sich vor. Ein junger Mann im Barockkostüm lief zwischen den Ständen durch, von den Musikern gab es immer wieder Untermalung.

„Sehr bunt“ fand Rita Schliemann die Veranstaltung und: „sehr gut“. Schliemann leitet das Elmshorner Amt für Kultur und Weiterbildung, das die Messe veranstaltete. Mit geschätzten tausend Besuchern sind „unsere Erwartungen komplett übertroffen“, schwärmt ihr Mitarbeiter Peter-Jürgen Köhnke vom Zuspruch. „Bis jetzt haben wir nur positive Rückmeldungen bekommen“, vermeldete Rita Schliemann nach drei Stunden Messe. Sie würde eine solche Messe gern wieder organisieren.

„Wir haben die ganze Zeit Leute gehabt“, stellte Elena Kipnis zufrieden fest. Sie leitet die Malschule Elmshorn, zusammen mit drei jungen Schülerinnen bot sie Zeichenübungen für Anfänger an. Julia Preußler, 13, hat sich auf Portraits spezialisiert, Ha My Nguyen zeichnet im Anime-Stil. Auch Erwachsene freuten sich, wenn ihnen erste Schritte mit den Stiften gezeigt wurden, berichtet Elena Kipnis: „Ich habe ihnen in zwei Minuten gezeigt, wie man ein Pferd malt, sie waren begeistert.“

Rita Schliemann beobachtete, dass der Austausch besonders intensiv unter denjenigen ablief, die sowieso schon engagiert sind. Eine Glückstädter Künstlergruppe habe Kontakt zu den Elmshorner Knechtschen Hallen geknüpft, verschiedene Sänger hätten sich über die Repertoires der unterschiedlichen Chöre informiert. Die Volkshochschule (VHS) Elmshorn setzte an ihrem Stand auf Animation: Die Hamburger Jongleurin Nadja Galwas alias Professor Leon Nuts animierte zum Spielen mit den bunten Bällen und überreichte dabei die Programme der VHS.

Nicola Suhr aus Elmshorn mühte sich beim Jonglieren: „Mit zwei Bällen geht es schon, mit dreien noch nicht“, resümierte sie nach ein paar Übungen. Suhr hatte den Nachmittag über am Stand des Flora Fanfarenzugs gestanden und freute sich über die Resonanz beim Publikum: „Das lief sehr gut. Es wollen auf jeden Fall welche zum Training kommen.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen