Kernsanierung beginnt : So soll Elmshorns neues Hallenbad aussehen

Das 25-Meter-Becken wird durch eine Glaswand vom Lehrschwimmbecken (hinten) getrennt und erhält einen seitlichen Einstieg (rechts). Die Stadtwerke betonen, dass es sich bei diesem Gestaltungskonzept noch nicht um die endgültige Fassung handelt und es noch Änderungen geben kann.
Das 25-Meter-Becken wird durch eine Glaswand vom Lehrschwimmbecken (hinten) getrennt und erhält einen seitlichen Einstieg (rechts). Die Stadtwerke betonen, dass es sich bei diesem Gestaltungskonzept noch nicht um die endgültige Fassung handelt und es noch Änderungen geben kann.

Attraktiv, modern und familienfreundlich: Bis 30. Juni 2019 soll alles fertig sein. 15 Millionen Euro werden investiert.

shz.de von
05. Juni 2018, 16:00 Uhr

Elmshorn | Drinnen dröhnt der Bohrhammer. Draußen steht extra eine kleine Bühne. Daneben ein TV-Gerät, auf dem später die Zukunft des Hallenbads in schönen Bildern präsentiert wird. Im Cateringzelt warten schon die Leckereien auf die Gäste. Der Startschuss für die Kernsanierung des neuen Elmshorner Hallenbads wird an diesem Montagmorgen regelrecht zelebriert, die gute Nachricht gut rübergebracht.

Schließung wegen Schadstoffen

Kein Wunder: In der Vergangenheit hat es viele schlechte Nachrichten gegeben. Im Mai 2015 die Hiobsbotschaft, dass das Bad aufgrund der Schadstoffbelastung geschlossen werden muss. Genau drei Jahre hat es gebraucht, um mit der Sanierung beginnen zu können. Zu lange: Das ist wohl auch allen Verantwortlichen klar. Ursprünglich sollte das Bad Ende 2018 öffnen. Der Plan war nicht zu halten, weil Ausschreibungsergebnisse den Kostenrahmen sprengten. „Was lange währt, wird endlich gut“, bemüht Stadtwerkechef Sören Schuhknecht dann auch ein Sprichwort, um den Blick in die Zukunft zu richten. Die verspricht den Elmshorner Bürgern ein modernes, attraktives, familienfreundliches Hallenbad. „Nur mit der Unterstützung der Kommunalpolitik, insbesondere des Werkausschusses, konnten wir ein so großes Projekt stemmen“, betont Schuhknecht. Die Investition ist wahrlich gewaltig. 15 Millionen Euro nehmen die Stadtwerke für das Mammutprojekt in die Hand. Bis zum 30. Juni 2019 soll alles fertig sein.

Endlich geht es los: Stadtwerke-Chef Sören Schuhknecht (links) und Bürgermeister Volker Hatje waren am Elmshorner Hallenbad als „Abriss-Team“ im Einsatz.
Christian Brameshuber

Endlich geht es los: Stadtwerke-Chef Sören Schuhknecht (links) und Bürgermeister Volker Hatje waren am Elmshorner Hallenbad als „Abriss-Team“ im Einsatz.

 

Die Kernsanierung im Bestandsgebäude, das 1969 errichtet und später viermal erweitert und umgebaut wurde, bezeichnet Schuhknecht als „nicht einfach“. Die Abrissarbeiten haben begonnen und werden laut Olaf Deich – er ist der Objektleiter für die Sanierung des Hallenbads bei den Elmshorner Stadtwerken – noch 1,5 Monate andauern. Anschließend beginnen die Rohbauarbeiten, werden neue Wände eingezogen. Die Stadtwerke setzen auf Transparenz, werden im Rahmen des „Baustellengeflüsters“ Führungen anbieten. „Baustellenkids“ sollen den Bau begleiten und darüber berichten. Ein Baustellentagebuch ist geplant. Keine Frage: Die Stadtwerke wollen schon während der Bauzeit auf Kundenfang gehen, verlorene zurückgewinnen, neue akquirieren. Mehr Besucher und damit mehr Umsatz sind erklärte Ziele. Die Wirtschaftlichkeit des Badeparks rückt mit der Millioneninvestition stärker in den Fokus. Ob Eintrittspreise erhöht werden, kann Schuhknecht noch nicht sagen. „Aber es wird Veränderungen geben.“

Das trifft auch auf die Parkplatzsituation am Krückaupark zu. „Wir werden 2019 Lösungen finden“, verspricht Bürgermeister Volker Hatje. Es werde vor Ort Parkplätze geben, die für den Badepark reserviert seien.

Wegen Hitzewelle: Rekordbesuch im Freibad im Mai

Hitzewelle im Mai – da strömten die Elmshorner in ihr Freibad. 23.601 Besucher zählten die Verantwortlichen. Ein absoluter Rekordwert. Zum Vergleich: In den Jahren 2015 und 2016 waren es nur 3612 und 5314 Besucher. Der jetzige Besucherrekord toppt sogar die Gesamtzahl der Sommerferienbesucher 2017 mit knapp 21.000 Besuchern sowie alle Monate in der Freibadesaison. 2017 öffnete das Freibad erst im Juni.

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