Elmshorn : So sieht die neue Mitte aus

Stadtplaner Hendrik Welp informierte die Anwesenden über die konkreten Pläne beim „Facelifting“ der Innenstadt.
Stadtplaner Hendrik Welp informierte die Anwesenden über die konkreten Pläne beim „Facelifting“ der Innenstadt.

Hafen, Köllnwerke und „industrielle Szenerie“ sollen miteinbezogen werden. Rundgänge könnten Kö und Vormstegen verbinden.

shz.de von
11. Mai 2015, 16:00 Uhr

Elmshorn | Elmshorn wird umstrukturiert, die Stadt an der Krückau bekommt eine komplett neue Innenstadt. Seit 2008 ist die Umstrukturierung in Planung. Jetzt wird es konkret und mit dem Umbau kann fast begonnen werden. Deshalb informierte die Stadt Elmshorn am vergangenen Sonnabend, dem Tag der Städtebauförderung, über ihre Absichten, die Innenstadt aufzuwerten.

Bürgermeister Volker Hatje eröffnete die Veranstaltung am Torhaus um 10 Uhr. „Wir haben schon viel gekauft und auch viel abgerissen. Aber wir wollen nicht nur abreißen, wir wollen auch Neues bauen“, sagte Hatje. Damit die Bewohner einen Eindruck davon bekommen, wie die Innenstadt einmal aussehen soll, wurden rund um den Marktplatz blaue Linien gezogen, die die Grundrisse der geplanten Gebäude markieren. Hatje ist zuversichtlich, dass alles wie geplant läuft. „Eines steht fest“, sagte der Bürgermeister, „diesen Rahmenplan zur Wertsteigerung der Stadt werden wir in den nächsten zehn bis 15 Jahren umsetzten“.

Stadtplaner Hendrik Welp informierte die Anwesenden über die konkreten Pläne. Bisher beschränkte sich die Innenstadt Elmshorn größtenteils auf die Königstraße. „Das Problem dabei ist, dass die Königstraße wirtschaftlich nicht optimal funktioniert und zudem ziemlich linear ist“, sagt Welp. Sein Ziel ist es, den Hafen, die Köllnwerke und die „industrielle Szenerie“ zu integrieren. „Besonders diese Gebiete bieten die Möglichkeit, die Stadt zu entwickeln.“ Es sollen „Rundgänge“ geschaffen werden, die die Königstraße mit Vormstegen verbinden. „Dies soll das Vor und Zurück auf der Königstraße auflösen und das Flanieren ermöglichen“, sagt Welp. Das Krückauufer wird durchgängig zugängig bleiben. Außerdem werden dort grüne Räume geschaffen – „Romantische Situationen am Fluss“.

Der Buttermarkt bleibt erhalten. Allerdings wird er um eine Funktion erweitert: Er soll in Zukunft die Stadt mit Vormstegen verbinden. Am Westende des Marktes soll ein Gebäude entstehen, an einer Stelle, an der früher ein Kohlelager stand. Außerdem soll der Hafen um fast die doppelte Größe verbreitert werden, er wird also vom Markt aus sichtbar sein. An der Südseite des Marktes soll das neue Rathaus entstehen. „Die Gebäude werden den Marktplatz einrahmen, sodass das Gefühl eines Stadtzentrums erzeugt wird“, sagt Welp. „Das ist aber kein neues Zentrum, das alte bleibt bestehen. Es ist ein Größeres.“

Bürgermeister Volker Hatje eröffnete am vergangenen Sonnabend die Veranstaltung am Torhaus. (Foto: Pflaumbaum)
Bürgermeister Volker Hatje eröffnete am vergangenen Sonnabend die Veranstaltung am Torhaus. (Foto: Pflaumbaum)
 

Alle Gebäude werden drei bis vier Geschosse haben und sich in das Stadtbild integrieren. „Wir haben nicht versucht, tolle Gebäude aus anderen Städten nachzubauen, wir haben Gebäude entworfen, die Elmshorn entsprechen“, sagt Welp. Nach der Informationsveranstaltung wurden die Zuhörer trotz des schlechten Wetters um den Marktplatz geführt, um ihnen die Pläne anschaulich zu machen.

Thorsten Kruse war dabei. „Ich finde es spannend, die Veränderungen mitzuerleben. Wenn das alles umgesetzt wird, wird Elmshorn ein e ganz tolle Stadt“, sagt er. Eine Umstrukturierung habe Elmshorn langsam nötig gehabt, auch mit Blick auf den steigenden Zuzug aus Hamburg. „Ich finde es gut, dass wir Vorreiter sind und versuchen, mit einer kompetenten Verwaltung die Stadt aufzuwerten“, sagt Kruse. Die Pläne wurden in dem Prospekt „Stadtumbau in Elmshorn“ im Detail zusammengefasst. Der Prospekt ist ab sofort im Rathaus erhältlich.

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