So kommt die Sonne in den Stecker

 Dirk Rennekamp (von rechts), Marina Quoirin-Nebel (beide von der Bürgersolaranlagen-Initiative) und Jeannette Rieck (Firma Solartechnik Ralf Krämer) überreichten Schulleiter Bernd Poepping einen Experimente-Koffer für den praxisnahen Unterricht.  Foto: Pergande
Dirk Rennekamp (von rechts), Marina Quoirin-Nebel (beide von der Bürgersolaranlagen-Initiative) und Jeannette Rieck (Firma Solartechnik Ralf Krämer) überreichten Schulleiter Bernd Poepping einen Experimente-Koffer für den praxisnahen Unterricht. Foto: Pergande

Initiatoren der zweiten Bürgersolaranlage fördern den praxisnahen Unterricht / Anlage bringt mehr Leistung für weniger Geld

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06. September 2011, 08:25 Uhr

Barmstedt | Wie funktioniert eine Solaranlage, was ist Photovoltaik, und wozu dienen die vielen großen Platten auf dem Dach der Gemeinschaftsschule? Um Schülern diese und mehr Fragen praxisnah beantworten zu können, haben Vertreter von Barm stedts zweiter Bürgersolaranlage, die sich auf dem Dach des Schulneubaus an der August-Christen-Straße befindet, Schulleiter Bernd Poepping gestern einen Experimente-Koffer überreicht. "Wir möchten mit diesem Geschenk den Unterricht im naturwissenschaftlichen Bereich auflockern, die Schüler auf Sonnenenergie und Klimaschutz neugierig machen und ihnen die Themen Elektrik und Elektrizität näher bringen", sagte Initiativen-Sprecherin Marina Quoirin-Nebel.

"Alles, was den Unterricht zeitgemäß begreiflich macht, ist hoch willkommen", sagte Poepping erfreut. "Biologie, Physik und Chemie werden bei uns fächerübergreifend unterrichtet, und zwar schon ab dem fünften Schuljahr", ergänzte er. Der Koffer ermöglicht spannende Experimente. So können die Schüler zum Beispiel feststellen, welcher Zusammenhang zwischen der Leistung einer Solarzelle und der Beleuchtungsstärke besteht. "Unsere Ziele sind der Klimaschutz, Alternativen zur Atomkraft zu schaffen und die heimische Wirtschaft zu stärken", so Quoirin-Nebel.

Die zweite Bürgersolaranlage, in die zwölf Anleger insgesamt 83 000 Euro investiert haben, besteht aus 122 Modulen und produziert jährlich etwa 25 000 Kilowattstunden (kWh) Strom. Die erste Bürger solaranlage mit 104 Modulen produziert pro Jahr rund 18 500 kWh Strom. Sie kostete 85 600 Euro, wurde von 28 Anlegern finanziert und produziert seit Oktober 2009 Strom auf der Albert-Schweitzer-Schule am Heederbrook.

Für die erste Anlage erhalten die Beteiligten eine staatlich garantierte Einspeisevergütung von 0,43 Euro pro kWh Strom, für die zweite sind es 0,33 Euro pro kWh. Die erste Anlage vermied im Vorjahr 11,3 Tonnen Co2, für die zweite veranschlagt die Initiative 17,6 Tonnen. Die erste Anlage erbrachte 2010 21 300 kWh Strom, in diesem Jahr bislang 18 000 kWh. Für die neue Anlage werden für 2011 fast 21 000 kWh erwartet. Die Dachmiete beläuft sich auf ganze 50 Euro - pro Jahr.

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