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Immer mehr Einbrüche : So können Sie sich schützen

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Vom einfachen Schwenkriegel fürs Fenster bis hin zur Hightech-Sicherung mit Alarmmeldung.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 09:21 Uhr

Elmshorn | Die Zahlen der aktuellen Kriminalstatistik zeigen es deutlich. Im vergangenen Jahr registrierte die Kriminalpolizei im Kreis Pinneberg so viele Diebstähle aus Wohnung, wie nie zuvor. 1103 Mal schlugen die Täter zu. Im Vergleich: 2011 waren es 999 Einbruchsdiebstähle. Besonders alarmierend ist, dass die Täter in 294 Fällen keinerlei Hindernisse überwinden mussten, um in eine Wohnungen zu gelangen. Neben den materiellen Schäden ist der Verlust der Sicherheit in den eigenen vier Wänden für viele Betroffene besonders dramatisch.

Wie schnell zum Beispiel durch ein nicht gesichertes Fenster eingebrochen werden kann, demonstriert Nils Lemke, Fachmann für Sicherheitstechnik bei der Elmshorner Firma Niebuhr, an einem Musterfenster. An drei Stellen setzt er einen Schraubendreher an und in weniger als zehn Sekunden hat er das Fenster aufgehebelt.

"Dabei kann man schon mit geringem finanziellen Einsatz zum Beispiel den Weg durchs Fenster deutlich erschweren. Eine einfache Sicherung zum Beispiel mit einem Schwenkbügel, der am Fensterrahmen angebracht wird, kostet ab 20 Euro", sagt Lemke. Noch besser sei aber die Montage eines abschließbaren Fenstergriffs und zusätzlicher Scharnierseiten sicherung. Pro Fenster würden ungefähr 120 bis 130 Euro zu Buche schlagen. "Noch effektiver ist eine Kombination aus mechanischer und akustischer Sicherung. Zum Beispiel mit einem abschließbaren Fenstergriff, der im Falle eines Einbruchs einen lauten Alarmton auslöst und dadurch einen Einbrecher stört", so Lemke.

Ein weiterer sensibler Bereich ist der Eingangsbereich. Viele Türen sind so schlecht gesichert, dass sie einfach aufgetreten werden können oder in wenigen Minuten mit einem Schraubendreher geöffnet werden. Der Fachmann empfiehlt unter anderem eine Kombination aus Türzylinder und Schutzbeschlag sowie einen Tür spion. "Auch ein Panzerriegel ist als Haustürensicherung zu empfehlen", sagt Nils Lemke.

"Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Wohnung vor Einbruch zu sichern. Vom speziellen Fenstergriff bis hin zur hochtechnischen Überwachungssystemen mit Meldung aufs Handy. Deshalb empfehlen wir, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der sich die Situation vor Ort ansieht und zusammen mit dem Kunden individuelle Lösungen bespricht", sagt Niebuhr-Geschäftsführer Christian Reinstrom. Dabei werde zum Beispiel besprochen, ob es um eine allgemeine Einbruchssicherung oder um eine Wertesicherung gehe, so Reinstrom.

Auch der Einbau sollte dem Fachmann überlassen werden. "Ein falsch gesetzter Dübel kann schon dazu führen, dass ein Einbrecher ohne große Probleme eine Tür aufhebeln kann", sagt Christian Reinstrom.

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