zur Navigation springen

Nicola Brennfleck : Sie übernimmt die Theater-Gaststätte

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nicola Brennfleck kümmert sich ab dem 1. Juni um das leibliche Wohl im Theater.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Ein gemütliches Abendessen vor dem Theaterabend, ein Snack in der Pause beim Auftritt eines Comedians oder ein geselliges Glas Wein nach der Vorführung – über 16 Jahre lang gehörte Grit Brammann mit ihrer Gastronomie im Stadttheater praktisch zum Inventar. Jetzt geht Brammann in den Ruhestand und die Theatergemeinschaft hat gemeinsam mit der Stadt bereits eine Nachfolgerin gefunden: Ab dem 1. Juni übernimmt Nicola Brennfleck.

Die 48-Jährige ist gebürtige Elmshornerin und hat sich hier bereits vor dreieinhalb Jahren mit ihrem eigenen Cateringunternehmen „Almcuisine“ selbstständig gemacht. „Als alteingesessene Elmshornerin war es für mich naheliegend, die Gastronomie im Theater zu übernehmen“, sagt sie. „Ich bin in der direkten Nachbarschaft zum Theater aufgewachsen und fühle mich ihm eng verbunden – wie wahrscheinlich die meisten Elmshorner.“

Unter ihrer Leitung wird sich einiges ändern, „aber ich will das ursprüngliche Theater-Ambiente beibehalten“, sagt Brennfleck. „Ich mache bodenständige Küche – dafür steht der Begriff ,Alm’ in dem Namen meines Unternehmens. Die ,Cuisine’ ist der Feenstaub obendrauf“. Konkret heißt das, dass Brennfleck traditionelle Küche modern interpretiert, mit frisch gekochten Gerichten und hochwertigen, regionalen Zutaten, wie sie sagt. „Statt Strammem Max habe ich dann zum Beispiel Lachs-Max im Angebot“, sagt Brennfleck. „Im Theater wird es eher Bistro-Küche geben, mit leichten, aber auch mit fleischhaltigen Gerichten.“ Auf jeden Fall auf der Karte stehen werden Flammkuchen, so viel verrät sie schon einmal. „Und auf jeden Fall bleibt das beliebte Toast Hawaii, davon bin ich ein großer Fan.“ Mit ihrer Gastronomie würde Brennfleck gerne dabei helfen, auch jüngere Menschen ins Theater zu locken. „Der Spielplan ist dafür eigentlich schon ausgelegt, jetzt fehlen nur noch die jüngeren Gäste.“

Am Sonntag endet die Theatersaison, los geht es wieder am 3. Oktober. Da bleibt genügend Zeit, umzuräumen, neu zu gestalten und zu modernisieren. „Die Einrichtung wird moderner, aber es bleibt gemütlich“, verspricht Brennfleck. Wie gewohnt haben die Theatergäste in der neuen Saison die Möglichkeit, vor, während und nach der Vorstellung die Theatergastronomie zu nutzen und natürlich auch vorzubestellen. „Es sind sogar schon die ersten Vorbestellungen für Oktober bei mir eingegangen“, berichtet Brennfleck.

Ein Grund, warum es für die Stadt nicht ganz einfach war, einen neuen Betreiber für die Theatergastronomie zu finden, war die Tatsache, dass die Öffnungszeiten bislang an die Theaterveranstaltungen gekoppelt waren. „Jetzt haben wir einen Kompromiss gefunden“, sagt Jessica Schüssler von der Stadtverwaltung. „Die Theatergaststätte wird zusätzlich für private Feiern mit bis zu 50 Gästen öffnen.“ Für diesen Zweck baut die Stadt ein Scherengitter ein, das bei Privatveranstaltung das Foyer vom Theaterbereich abtrennt. Eine erste Buchung für eine Geburtstagsfeier im August ist bei Nicola Brennfleck sogar schon eingegangen.

Seit fünf Jahren sind die Stadt Elmshorn und der Förderverein des Stadttheaters dabei, das Theater grundlegend zu sanieren. Der dritte Bauabschnitt ist, anders als geplant, noch nicht abgeschlossen. Der Grund ist das Wetter: Um die Stuckarbeiten an der Außenfassade fertigzustellen, muss es längere Zeit konstant trocken und über fünf Grad warm sein. Ende Mai soll der Abschnitt jedoch fertig sein. Direkt im Anschluss wird der vierte Bauabschnitt in Angriff genommen. Unter anderem werden die Zuluftanlage, die fehlenden Außentüren und die Sicherheitsbeleuchtung erneuert. Außerdem soll es einen zusätzlichen Sanitärbereich für die Mitarbeiter der Gastronomie im ersten Obergeschoss geben. Das war eine Auflage für die Genehmigung der Gastronomie unter der neuen Pächterin. Auch die über 30 Jahre alten Sanitäranlagen im Besucher- und Behinderten-WC werden entkernt und ins Foyer kommt ein Scherengitter, um das Foyer bei Privatveranstaltungen in der Theatergastronomie vom Theaterbereich abzutrennen. Insgesamt kostet der 4. Bauabschnitt 266.000 Euro. Weitere Arbeiten in der Künstlergarderobe und bei der Bestuhlung fallen in die reguläre Gebäudeunterhaltung des Theaters.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen