Internetführerschein : Sie sind sicher im Netz unterwegs

Internetführerschein: Die Jungen und Mädchen der Klasse 4  d wissen jetzt, worauf sie achten müssen, wenn sie im Netz unterwegs sind.
Internetführerschein: Die Jungen und Mädchen der Klasse 4 d wissen jetzt, worauf sie achten müssen, wenn sie im Netz unterwegs sind.

Friedrich-Ebert-Schule setzt auf Medienkompetenz. Stiftung fördert Projekt mit 1500 Euro.

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30. Juni 2017, 16:00 Uhr

Elmshorn | Klar, Youtube kennen sie fast alle. „Manchmal schaue ich mir dort eine Serie an, wenn ich sie im TV verpasst habe“, sagt Anna. Sie ist zehn Jahre alt und geht in die Klasse 4d an der Friedrich-Ebert-Schule in Elmshorn. Wie ihre Klassenkameraden wächst sie mit den sozialen Medien auf, in einer Welt, in der Smartphones, Tablets und das Internet zu den täglichen Begleitern gehören.

Aber Anna weiß schon, worauf sie aufpassen muss, wenn sie sich im Netz bewegt. Sie hat in ihrer Grundschule den Internetführerschein gemacht. „Der ist Teil unseres Medienkonzeptes“, sagt Schulleiter Dieter Ackmann. „Im Netz lauern Gefahren. Wir wollen die Jungen und Mädchen auch in diesem wichtigen Bereich fit fürs Leben machen“, sagt der Rektor. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern sollen für den Umgang mit den Medien sensibilisiert werden. Dafür gibt es einen „Medienelternabend“ für die zweiten bis vierten Klassen. Ermöglicht wurde das Medienprojekt von Angelika Grade-Schielein, Vorsitzende der Martha und Heinz-Ulrich Grade-Stiftung, die von ihrer Mutter gegründet wurde. 1500 Euro hat sie der Schule zur Verfügung gestellt. „Wir unterstützen gezielt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, betont Grade-Schielein.

An der Friedrich-Ebert-Grundschule ist Medienpädagogin Claudia Meiners im Einsatz. In allen vierten Klassen bietet sie den Internetführerschein an. Die Kinder spielen, diskutieren, surfen im Netz. Meiners erklärt, was personenbezogene Daten sind, warum die Kinder sie im Netz nicht verraten sollen. „Die Medienerfahrungen, die Kinder in diesem Alter machen, sind sehr unterschiedlich“, sagt Meiners. Fotos und Filme, die sich in Windeseile in den sozialen Netzwerken verbreiten, Kinder die gemobbt werden: Die Viertklässler sollen verstehen, dass es auch unangenehme und gefährliche Aspekte gibt. Klassenlehrer Sönke Kolb wird das Thema im Unterricht weiter bearbeiten. Smartphones sind auch an seiner Grundschule längst ein Thema: „In der vierten Klasse haben zu viele Jungen und Mädchen schon ein Handy.“

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